Film Review: A Quiet Place

© Paramount Pictures

Mucksmäuschenstille im Kino genießen?! Dafür erscheint der neue Horrorthriller A Quiet Place bei dem möglichst jedes Geräusch vermieden werden soll. Ob euch das Schweigen der Darsteller in den Bann zieht, erfahrt ihr in unserem Review… 


Eine Stecknadel fallen lassen...

Das noch junge Jahr 2018 bietet jetzt schon eine Reihe von Horror-Neustarts mit Insidious 4: The Last Key, It comes at night oder den erst kürzlich veröffentlichten Ghostland, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Mit A Quiet Place reiht sich dabei ein Film ein, der bereits in Hinblick auf das Box-Office in den Vereinigten Staaten ordentlich Punkte sammeln konnte. Mit den Hauptrollen sind zwei namenhafte Stars an Board, diese werden nämlich von Emily Blunt und John Krasinski verkörpert, wobei letzterer auch wieder einmal auf dem Regie-Stuhl platznehmen durfte. Die Geschichte ist dabei in einem verlassenen Gebiet vermutlich in Amerika angesiedelt. Dabei lernen wir die Familie Abbott kennen, die sich möglichst ohne jedes Geräusch versucht durch das Leben zu schlagen. Die Eltern Evelyn (Emily Blunt) und Lee (John Krasinski) bereiten die Kinder auf das kommende Leben vor, ohne ein einziges Geräusch zu verursachen, denn in dieser Postapokalypse lauern gefährliche Kreaturen, die zwar blind sind, aber auf Geräusch bereit sind zu töten…


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Intensität par excellence

Der Film steigt dabei ebenso einfallsreich wie atemberaubend ein und hält diese Spannung über die gesamte Länge. Diese mag zwar mit 90 Minuten Laufzeit eher kurz erscheinen, bietet dafür aber in jeder Minute einen erheblichen Adrenalinrausch. Dies wird vor allem durch die weiten Strecken der kompletten Stille erreicht, sodass man wirklich mitgerissen wird und selbst auf jedes Geräusch achtet, das man macht. Sehr brillant ist dabei die Idee der Stille umgesetzt, da eine hohe Detailverliebtheit den Zuschauer in die neue Lebenssituation eintauchen lässt, wie beispielsweise das herkömmliche Monopoly-Spiel, wobei die Figuren durch Stoffspielsteine ausgetauscht wurden. Die Geräuschkulisse trägt dabei auch zu den Schockmomenten bei, die gleichermaßen überraschend und intensiv sind. Die Besetzung ist toll gelungen und man kann sich schnell in die einzigartigen Einstellungen der Charaktere hineinversetzen, sodass bei jedem Geräusch die Angst um die Familie steigt. Vor allem sieht man das vertraute Zusammenspiel von Emily Blunt und John Krasinski, die auch im realen Leben ein verheiratetes Paar sind. 

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Eine Runde Sache!

Durch das Szenario der Geräuschlosigkeit wirkt auch die gesamte Geschichte keineswegs langweilig und auch wenn beim Ende keine filmtechnischen Neuheiten vom Himmel fallen, lässt dieses den Zuschauer weiterhin mit Spannung im Sitz versinken. Dabei gibt es auch einige sehr emotionale Momente - es wird also das Komplettpaket geboten, auch wenn großartige Tiefe nur kurz angerissen wird. So ist der Film Unterhaltung pur, verpasst es allerdings, langfristig beim Zuschauer Eindruck zu hinterlassen.

Insgesamt ist mit A Quiet Place ein wirklich sehr starker Film entstanden, der nicht nur allein von der brillanten Idee lebt, sondern auch insgesamt in der Ausführung sehr gelungen ist. So lässt sich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen für alle ohne Herzschrittmacher, denn diese könnten ggf. einen Tick zu laut sein…


+ Spannendes Szenario mit Detailverliebtheit

+ Gute Besetzung

+ Spannung über die gesamte Länge des Films

+ Trotzdem wird die Emotionalität nicht vernachlässigt

- Berührt den Zuschauer nicht langfristig (Kritik auf hohem Niveau allerdings)


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