Film Review: Acts of Violence

Acts of Violence

© Lionsgate Premiere

Mal wieder ein Actionfilm mit Bruce Willis? Bill Murray würde panisch aufwachen und sich fragen, wie er wieder aus dem Trott herauskommt. Doch für alle, die verzweifelt nach einem Actionfilm suchen, hilft unser Review weiter, ob ihr mit Acts of Violence richtig beraten seid…


Ein Actionfilm von...

Es ist 2018 und Bruce Willis dreht immer noch Actionfilme. In dem Film des als Headliner gelisteten Darstellers fliegen auch wieder ordentlich die Kugeln. Erstaunlicherweise hat die Stirb Langsam Legende dabei relativ wenig Anteil am Film und die Hauptstory dreht sich um drei Brüder, deren Charaktere von den Darstellern Cole Hauser, Ashton Holmes und Shawn Ashmore (Iceman aus der X-Men-Reihe) gespielt werden. Dabei ist der Bruder Deklan MacGregor (Cole Hauser) ein Armeeveteran, der noch seinen richtigen Platz im Leben sucht, etwas verschlossen seinen Brüdern gegenüber und zögert sogar zur Hochzeit des jüngsten Bruders zu kommen. Doch als die Verlobte beim Junggesellenabschied von einem Menschenhändler-Ring entführt wird, ist für die Brüder bereits klar: die Polizei ist der Sache nicht gewachsen und so nehmen sie es selbst in die Hand. 

© Lionsgate Premiere

Die Erwartungen getroffen?

Zugegebenermaßen hört sich die ganze Geschichte sehr nach 96 Hours an… und da lässt sich nicht wirklich gegenargumentieren, nur dass die eiskalte Aura von Liam Neeson halbiert und auf die drei Brüder aufgeteilt wurde. Bruce Willis übernimmt dabei eine Nebenrolle als Cop, der alles tut, um den Menschenhändler-Ring auffliegen zu lassen, doch diesem sind durch politische Einflüsse in der Polizei die Hände gebunden. Wenn man sich den Inhalt von Acts of Violence durchliest, erhält man genau das was man dabei erwartet. Die Geschichte ist an den erwarteten Stellen actionreich, der unausweichliche Prozess der Entführung findet statt und erreicht auch dass man eindeutig will, dass den Schurken das Handwerk gelegt wird - mit Kugeln in sämtliche Körperteile am besten. Auch zum Ende hin taucht etwas Emotionalität auf und der Film lässt den Zuschauer zufrieden und abgeschlossen zurück.

© Lionsgate Premiere

Willkommen in der Mittelmäßigkeit

Schauspielerisch finden wir bei allen Darstellern eine solide Leistung vor, auch in den Actionszenen fliegen eine angemessene Anzahl an Kugeln, sodass keine Langeweile aufkommt. Der Film versucht an der ein oder anderen Stelle politische Debatten in der Rechtmäßigkeit von Selbstjustiz und die Traumata von Kriegsveteranen anzuschneiden, diese bleiben allerdings nur kurze Nebenaspekte und werden undifferenziert dargestellt. Es hilft zwar etwas bei der Charakterzeichnung, der Film hätte sich allerdings nicht geschadet wären diese ausgeblieben.

Acts of Violence

So handelt es sich bei Acts of Violence um einen durchschnittlichen Actionfilm, der in der Mittelmäßigkeit versinkt. Allerdings werden FANs des Genres nicht vollkommen unzufrieden sein, denn er hält was er verspricht: Solide actionreiche Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.


+ Actionszenen sorgen für Unterhaltung

+ Standard Rape-and-Revenge-Verlauf, der auch nicht alt wird

- Bruce Willis Anteil am Film verschwindend gering

- Moralische Debatten unausgegoren

- 08/15-Film


Weitersagen: