Serien Review: The Walking Dead Staffel 8

Troja fall einer stadt poster Serien review

© AMC

Die schlechtesten Einschaltquoten in der Geschichte von TWD, mieses Storytelling, langweiliges Hinauszögern der Handlung, bescheuerte Charakterentwicklung... Das alles müssen sich die Macher von The Walking Dead in Bezug auf die achte Staffel der Erfolgsserie von aufgebrachten FANs anhören. In unserem Review zur achten Staffel klären wir, ob diese Kritik berechtigt ist.


Schlechte Quoten...

Die achte Staffel von The Walking Dead hatte die bislang schlechtesten Einschaltquoten in der Geschichte der Zombie-Serie. Die Erzählweise der Geschichte hatte sich einfach zu stark vom Ursprung entfernt. Dazu kamen immer wieder schlechte und langweilige Dialoge. Jedoch war nicht alles schlecht und die TWD-Macher versüßten den FANs den immer mal wieder en heimischen Serienabend mit einigen, wenigen Folgen. Warum nicht unbedingt alles an der achten Staffel schlecht ist, erfahrt ihr hier.

© AMC

Das Positive und das Negative

Die Staffel startet mit einem fulminanten Actionfeuerwerk: Alexandria, Hilltop und Das Königreich starten einen Angriff auf Negans Festung. Rick macht hier gleich zu Beginn klar, dass er einen Krieg anzetteln wird und sich die Unterdrückung durch die Saviors nicht länger gefallen lassen will. Die Allianz der drei Gemeinden nimmt, mit der Unterstützung von Dwight, einen Außenposten der Saviors nach dem anderen ein, muss dabei jedoch auch einige Verluste ertragen. Neben vielen Statisten trifft es auch gleich im ersten Drittel der Staffel Aarons Freund Eric, welcher angeschossen wird und danach verstirbt. Ebenso müssen wir uns von einer ganzen Reihe der Gefolgsleute von König Ezekiel verabschieden und leider auch von seiner Tigerdame "Shiva". Aber auch Rick muss sich zum Mid-Season Finale mit seinem wohl größten Verlust auseinander setzen. Carl wird von einem Streuner gebissen und stirbt daraufhin sehr tragisch. Eine der wohl besten Folge, was die schauspielerische Performance von Andrew Lincoln und Chandler Riggs angeht, jedoch nicht unbedingt förderlich für den FANservice. So spielt Carl in den Comics nach dem Krieg gegen Negan und während der Konfrontation mit den noch gefährlicheren Whisperes eine zentrale Rolle, welche nun in der Serie fehlen wird. Aber vielleicht bekommen wir dafür ja eine adäquaten Ersatz spendiert. 

 

Allgemein kann man sagen, dass die Staffel durchweg gut beginnt und zu unterhalten weiß. Jedoch gibt es auch hier einige Probleme zu beklagen. Nachdem Rick überraschenderweise in einem Außenposten der Saviors auf den seit der ersten Staffel vermissten Morales trifft und von diesem bedroht wird, wird hier leider nicht die Chance genutzt eine weitere Charakterentwicklung bzw. eine interessante Geschichte um die ehemaligen "Freunde" zu spinnen.  Stattdessen wird Morales ca. drei Minuten nach seiner Wiederkehr von Daryl erschossen. Schade! Viele FANs hatten sich über die Rückkehr eines Überlebenden aus der Atlanta-Zeit gefreut. 

Troja Fall einer Stadt Cast Trojaner FANwerk serien review
Troja Fall einer Stadt Cast Griechen FANwerk serien review

© AMC

Auch Negan bekommt Ärger

Vor allem in der zweiten Hälfte der Staffel bahnen sich auch bei Negans Leuten immer mehr Zweifel an ihrem Anführer an. Simon geht sogar etwas weiter und will zusammen mit Dwight und einigen Gefolgsleuten eine waschechte Revolte anzetteln, jedoch wird er dabei von Dwight verraten, woraufhin Negan Simon in einem Zweikampf zu Tode würgt. Auch Simon war ein beliebter Charakter und auch die Performance von Steven Ogg dürfte bei vielen FANs positiv in Erinnerung bleiben. Schade also, dass wir uns von diesem Charakter verabschieden mussten.

 

In der finalen Folge kommt es schließlich zum letzten Kampf der Allianz gegen Negan und die Saviors, welcher aber von dem überaus nervigen Eugene mit sabotierter Munition vereitelt wird. So gelingt es Rick nach einem Zweikampf, Negan die Kehle aufzuschlitzen - jedoch tötet er ihn nicht (wie schon mehrmals versprochen), sondern nimmt ihn gefangen, um zu beweisen, dass es möglich ist eine besser Welt aufzubauen. Dies missfällt natürlich Maggie, welche sich seit Beginn der Staffel zum Anführer von Hilltop gemausert hat und so entlassen uns die Serienschöpfer mit einem Cliffhänger der zeigt, dass sich Maggie, Daryl und Jesus gegen Rick verschwören...

Die großen Probleme von TWD

Für uns ist es ganz offensichtlich, dass die Geschichte in TWD in eine Richtung gelenkt werden muss. Die Negan-Storyline zog sich nun über die komplette siebte und achte Staffel, was vielen FANs einfach zu lang erschien. Die Schwierigkeit lag hier definitiv darin, eine gescheite Handlung rund um die Ereignisse zu spinnen. Deswegen haben wir auch in der achten Staffel wieder viele Elemente, die nur dazu dienen die Handlung unnötig in die Länge zu ziehen. Dies geschieht durch lange Dialoge und überflüssige Ausflüge der Charaktere. Hinzu kommt die ständige Gefahr durch die Zombies, wobei es mittlerweile jedem Charakter klar sein sollte, wie man sich in der Apokalypse zu verhalten hat. Dennoch sind gerade die kreativen Make-Ups der Zombie-Statisten das Markenzeichen der Serie und nach wie vor auf einem Top-Niveau. Es wäre dennoch schön, wenn die neue Showrunnerin Angela Kang auch dafür Sorge trägt, dass wir in der neunten Staffel wieder etwas mehr Kreativität in Sachen Storytelling bekommen würden. 

Unser Fazit zu The Walking Dead Staffel 8

Troja fall einer stadt serien review Fanwerk

Die Storyline um Negan ist mit Ende der achten Staffel von The Walking Dead zuende. Ein Segen für viele FANs,  jedoch hoffen wir, dass in der kommenden neunten Staffel, welche voraussichtlich im Oktober 2018 anläuft, der Fokus wieder mehr auf die Charakterentwicklung und die eigentliche Geschichte gelegt wird. Der großartige Negan bleibt den FANs ja zum Glück auch in der nächsten Staffel erhalten und somit haben wir eines der positivsten Elemente der achten Staffel auch weiterhin in der Serie. Dennoch fehlen uns zu viele Dinge, welche The Walking Dead einst groß gemacht haben, vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Stoff einfach nicht mehr als Serie taugt und zu sehr aufgebraucht ist. Ein Ende von TWD ist jedenfalls nicht in Sicht und wir blicken mit großer Spannung auf die neunte Staffel, die dann hoffentlich alles wieder besser macht...

+ Schauspielerische Leistung der Hauptcharaktere

+ Zombie Make-Up ist legendär

+ Etwas mehr Action als in vorherigen Staffeln

 

 

- Viele belanglose Dialoge

- Story schleppt sich nur langsam voran

- Dummes Verhalten von Charakteren in Gefahrsituationen

- Eugene nervt

- Schwache Special Effects