Film Review: Deadpool 2

Deadpool 2 Film Poster Review Wade Wilson X-Force Cable

© 20th Century Fox

"Bitte, ich will nicht dass der Superhelden-Anzug grün ist, oder animiert!" Mit frechen Sprüchen holte Wade Wilson bereits im ersten Deadpool zum Rundumschlag aus. Dies soll sich im zweiten Teil nicht ändern. In unserem Review zu Deadpool 2 erfahrt ihr, in wie weit dies im zweiten Teil geglückt ist.


Ausgewogen gecastet

Trotz der FSK 16er-Freigabe konnte Deadpool an den Kinokassen und gleichermaßen Kritiker überzeugen und so verwundert es wenig, dass zwei Jahre später die Fortsetzung bereits in den deutschen Kinos anrollt. Altbekannte, neben dem Zugpferd Ryan Reynolds oder Brianna Hildebrand sowie Morena Baccarin, sind wieder mit von der Partie. Aber auch neue Gesichter sollen dem Film frischen Wind verleihen und diese sind mit Zazie Beetz, vor allem aber mit Josh Brolin, keine unbeschrieben Blätter. Letzterer ist dabei momentan sogar dreifach im Kino zu sehen. Denn neben Deadpool 2 muss er in No Way Out gegen Waldbrände in Amerika und in Infinity War gegen die Avengers kämpfen. Abgesehen von der Cast-Liste geht es in Deadpool 2 praktisch nahtlos weiter. Wade ist wieder mit seiner Geliebten vereint und ist ordentlich damit beschäftigt diverse Verbrecher zu zerschnetzeln. Doch dieser Frieden wird bald gestört und Cable, der Soldat aus der Zukunft, erscheint und will das Leben eines jungen Mutanten auslöschen. Dass Deadpool diesen nicht alleine stoppen kann, wird schnell erkannt. So beginnt die Gründung der X-Force und damit eine actiongeladene Rettungsmission.

© 20th Century Fox

Eine Wiederholung?

Dabei setzt Deadpool 2 auf die Erfolgsvariante des ersten Films – knallharte Actionszenen, skrupellos, freche Sprüche mit Unmengen an Referenzen zur aktuellen Film- und Musikwelt und dazu maßlose Übertreibung. Auf diese bewährte Rezeptur setzt auch Deadpool 2 und versucht, wie es sich für einen zweiten Teil gehört, nochmal einen draufzusetzen. Dies ist zwar gelungen, auch wenn es selbst für den ein oder anderen extremen Geschmack möglicherweise zu viel geworden ist. Dabei lässt sich auch etwas ein wenig bemängeln, nämlich dass das Konzept aus dem ersten Film kopiert worden ist. Allerdings gilt das bewährte Sprichwort auch hier: Schuster bleib bei deinen Leisten.

© 20th Century Fox

Humor: überragend

Abgesehen von diesen Aspekten ist Deadpool 2 allerdings durchweg gelungen. Die Gagdichte ist enorm und die Actionszenen sind gleichermaßen spektakulär wie skrupellos. Die Variationen, wie diverse Körperteile von Gegnern abgetrennt werden, ist einfach beeindruckend anzusehen, so makaber das auch klingen mag. Auch die Charakterkonstellationen sind unfassbar witzig und Dialoge überzeugen in vollem Maße. Dies kommt nicht nur durch das Durchbrechen der vierten Wand, sondern auch durch die aktuellen Parodien. Man merkt, dass das Team hinter Deadpool die Schwächen des Films hinsichtlich Handlung und anderen Betrachtungsweisen erkannt hat und sich damit auch teilweise selbst auf den Arm nimmt. So wirkt letztlich alles gewollt. Mit Deadpool wurde im ersten Film ein Charakter mit einzigartigem Humor erschaffen, der auch im zweiten Film wunderbar funktioniert.

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Insgesamt lässt sich Deadpool 2, wie auch der erste Film, uneingeschränkt empfehlen. Wer bisher mit dem ersten Deadpool-Film wenig anfangen konnte, wird auch mit dem zweiten Teil wenig Besserung erfahren. Dennoch ist der Nachfolger unheimlich humorvoll und actionreich umgesetzt. Dementsprechend bleibt zu hoffen, dass noch viele weitere Filme mit dem roten Rächer folgen!


+ Einzigartiger Humor

+ Actionsszenen gut verteilt und spektakulär

+ Viele aktuelle Bezüge

+ Das Durchbrechen der vierten Wand

- Konzept vom ersten Film übernommen

- Teilweise wirklich etwas sehr viel