Film Review: Jurassic World: Das gefallene Königreich

Jurassic World das gefallene Königreich Poster Christ Pratt Justin Smith Bryce Dallas Howard

© Universal Pictures

Chris Pratt hat bei Infinity War alles verbockt?! So kann ihm nun im zweiten Teil von Jurassic World eine neue Chance gegeben werden - wenn es schon nicht mit Thanos klappt, dann doch wenigstens mit den Dinos. Ob dies ein gelungener Versuch geworden ist, erfahrt ihr hier in unserem Film Review…


Nahtloser Anschluss

Die Dinos sind los! So schaut es zumindest nach dem ersten Jurassic World Teil aus und nach dem finanziellen Erfolg auf ganzer Linie verwundert es wenig, dass ein zweiter Teil heiß erwartet wurde. Dieser ist endlich erschienen und auch wenn auf den eigentlichen Star des ersten Films Nick Miller verzichtet werden musste, ist der Kerncast auch wieder am Start und wurde durch ein paar alte Bekannte aus der ursprünglichen Trilogie ergänzt. So sollen gleichermaßen nostalgische Gefühle sowie frischer Wind durch das starbesetzte Ensemble entstehen. Allen voran dabei Chris Pratt, der als verwegener Raptorenzähmer Bryce Dallas Howard den Kopf verdreht. Die Geschichte schließt ziemlich direkt an den ersten Teil an: Die Insel, auf der der Park Jurassic World erbaut wurde, ist nach dem Dinosaurierausbruch weitestgehend von Menschen befreit. Allerdings ist der Vulkan aktiv geworden und bedroht das Leben der Dinosaurier. So flammt nun wörtlich die Debatte auf, ob die gezüchteten Dinos es verdient haben gerettet zu werden oder ob die Natur das Eingreifen der Menschen in den natürlichen Ablauf korrigieren sollte. So begeben sich unsere Protagonisten auf eine Rettungstour, die nicht ganz reibungslos verläuft.

© Universal Pictures

Manche Dinge funktionieren einfach

Dabei steigt der Film auch wirklich sehr stark ein. Die gewohnte Dinosaurier-Bedrohung und vor allem die Unberechenbarkeit dieser Tiere macht einfach eine spannende Atmosphäre. Dies wirkt bereits seit dem ersten Jurassic Park und zieht sich entsprechend auch durch diesen Film. So machen Szenen mit Dinosauriern vor allem mit den heutigen Effekten einfach Laune! Auch der nostalgische Einfluss durch auftauchende Referenzen blitzt an der ein oder anderen Stelle durch. Das Ende lässt den Zuschauer gleichermaßen gespannt und zufrieden zurück.

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Es fehlt etwas...

Die Geschichte hingegen hinkt insgesamt etwas. Natürlich kann das Rad nicht grundsätzlich neu erfunden werden, da im Endeffekt irgendwie Menschen von Dinosauriern gefressen werden sollen. Ohne zu viel zu verraten erinnert gerade die erste Hälfte des Films jedoch an einen anderen Teil der Reihe. Dies ist jedoch nicht das grundsätzliche Problem, denn vor allem ab der Mitte des Films langweilt er den Zuschauer etas, da einige Elemente in beliebigen anderen Filmen aufzufinden sind. Es fehlt dabei insgesamt an Aspekten, die den Film neu und sehenswert machen. Dies konnte der erste noch mit Hilfe der Entwicklung des Unglücks im Park oder der Faszination, das Dinosaurier wieder erweckt wurden, überbrücken.

Jurassic World das gefallene Königreich Poster Christ Pratt Bryce Dallas Howard

So lässt sich unterm Strich sagen, dass der Film für FANs der Reihe zwar noch sehenswert ist, der Zauber jedoch nicht mehr wirklich eingefangen werden konnte. Bleibt zu hoffen, dass man sich im bereits angekündigten dritten Teil wieder an den Wurzeln der Reihe  orientiert, auch wenn es noch wesentlich schlechtere Filme gibt als Jurassic World: Das gefallene Königreich.


+ Altbewährte Spannung durch Dinosaurier

+ Nostalgische Verbindungen zu den Jurassic Park-Teilen

+ Ausgangsbasis für den dritten Teil

- Zauber der alten Trilogie fehlt

- Teile des Films zu standardmäßig (Referenz zu Antagonisten)

- Fehlender neuer Wind des ersten Films