Film Review: Mission: Impossible - Fallout

Mission Impossible Fallout Film Review

© Paramount Pictures

Er rennt immer noch… Im mittlerweile sechsten Teil der Mission: Impossible Reihe finden wir Tom Cruise wieder auf der Leinwand, der versucht die Welt zu retten. Ob Ethan Hunt noch in alter Form ist, das erfahrt ihr in unserem Filmreview…


Ganz der Alte...

Stolze 56 Jahre ist er mittlerweile alt und bereits in der Produktion machte Tom Cruise ordentlich Schlagzeilen, da er sich bei einem seiner Stunts schwer verletzte. Diese Authentizität der actionreichen Stunts soll wieder das Erfolgsrezept des neuen Teils werden. Dafür ist nicht nur Christopher McQuarrie, der bereits auf dem Regiestuhl bei Rogue Nation saß, zurückgekehrt, sondern auch viele weitere bekannte Gesichter wie Ving Rhames oder Rebecca Ferguson. Doch auch Neuzugänge wie der knallharte Henry Cavill oder die verführerische Vanessa Kirby sollen für frischen Wind sorgen. Die Geschichte setzt ordnungsgemäß nach Rogue Nation an und die geheime Organisation der Aposteln setzt alles daran, Material für tragbare Atombomben zu beschaffen. Dies soll verhindert werden - eine Mission, die natürlich von unserem Spionageteam des IMF nicht abgelehnt werden kann. Doch die CIA hat ihre Finger mit im Spiel und möchte das Ganze beaufsichtigen und so stößt zum Unmut von Ethan Hunt (Tom Cruise) August Walker (Henry Cavil) dazu. Ob genug Platz für die beiden Vorgehensweisen der unnachgiebigen Agenten ist, wird sich also zeigen…

© Paramount Pictures

Die Mischung machts...

Angenehm fällt direkt zu Beginn des Films auf, dass das alte Team wieder versammelt und wieder einmal durchweg stimmig ist. Der sarkastische Humor wird gut dosiert eingesetzt und trägt dazu bei, dass der Film trotz einer stolzen Laufzeit von 147 Minuten keinerlei Längen hat. Auch die Neuzugänge bieten darüber hinaus Charaktere, die stimmig in den Film passen und Ethan in die ein oder andere brenzlige Lage bringen, sei es Freund oder Feind. Dies ist im gesamten Film zwar nicht mit unvorhersehbaren Wendepunkten ausgeschlachtet, doch die Wendungen sind durchaus spannend und die Geschichte ist handwerklich gut umgesetzt. Das Highlight sind natürlich mal wieder die viele Actionszenen verteil über den ganzen Film. Diese sind mit sämtlichen Kameraperspektiven einfach unglaublich anzusehen und man merkt, dass das Team darauf Wert gelegt hat.

© Paramount Pictures

Ton und Tonschnitt - alle Achtung!

Natürlich rufen diese auch teilweise etwas Stirnrunzeln in Bezug auf die physikalische Machbarkeit hervor, doch dies ist mit Hilfe der wirklich brillanten Kameraführung eindeutig zu verschmerzen. Ein weiteres Spannungselement, welches im Laufe der Reihe immer wieder angebracht wird, ist die musikalische Untermalung. Es gibt wohl kaum jemanden, der die ikonische Titelmelodie nicht kennt. Aber nicht nur diese trägt ihren Teil dazu bei, es wird sehr treffend zwischen spannender Musik und atemberaubender Stille gewechselt - wirklich passend zu jeder Szene.

Insgesamt ist mit Mission: Impossible – Fallout ein wirkliches Glanzstück entstanden, dass in vielerlei Hinsicht positive Aspekte vorheriger Filme um ein Stück verfeinert hat. Sämtliche FANs der Reihe werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, aber auch Neueinsteiger werden durchweg unterhalten sein, auch wenn für den Kontext vor allem Rogue Nation hilfreiche Einsichten bietet.


+ Eingespieltes Team, passend durch Neuzugänge ergänzt

+ Stunts durch Kameraführung spektakulär in Szene gesetzt

+ Musikalische Untermalung brillant

+ Auch wenn die Geschichte das Rad nicht zwingend neu erfindet, durch feines Filmhandwerk spannend umgesetzt

- Für manchen Geschmack könnte ein bisschen mehr Realismus nicht Schaden