Film Review: The Darkest Minds - Die Überlebenden

© 20th Century Fox

Die nächste Jugendbuchverfilmung steht in den Startlöchern und mit The Darkest Minds – die Überlebenden kommt noch ein Hauch der X-Men hinzu. Dies suggeriert zumindest der Trailer. Ob sich das Ganze wirklich so gut gestaltet, erfahrt ihr wie immer in unserem Film Review…


Ganz schön düster...

Nach Kung Fu Panda 2 & 3 traut sich Jennifer Yuh Nelson als Regisseurin an das Jugendbuch The Darkest Minds. Trifft sich gut, dass Amandla Stenberg bereits im ersten Tribute von Panem Film ihren Auftritt hatte und somit die Zuschauer als Hauptdarstellerin durch den Film führen sollen. Bei the Darkest Minds handelt es sich um eine dystopische Zukunft, in der fast alle Kinder und Jugendlichen an einer mysteriösen Krankheit gestorben sind. Die Übrigen weisen allerdings besondere Kräfte auf und werden demnach in spezielle Gefährdungsstufen eingeteilt und in Arbeitslager gebracht. Eine davon ist unsere Hauptdarstellerin Ruby (Amandla Stenberg), die in einem solchen Lager aufwächst. Dabei trifft sie auf ihrer Reise nach dem Ausbruch aus einem solchen Arbeitslager auf drei Jugendliche und die Spannung beginnt...

© 20th Century Fox

Guter Ansatz

Insgesamt ist zu sagen, dass aus dem gesamten Jugendbuch-Repertoire geschöpft wird: Die Einteilung der Jugendlichen in Kasten bzw. Kategorien, eine besondere Hauptdarstellerin, die die Zukunft verändernsoll und eine Liebesgeschichte, die klischeehafter nicht sein könnte. Der Ansatz mit den Kräften allerdings unterhält zumindest zu Beginn des Films. Das von X-Men abgeschaute USP funktioniert also entsprechend auch in anderen Filmen, keine Überraschung. Hinzu kommt noch eine düstere Szenerie in den Arbeitslagern und dem Massenmord an Kindern mit gefährlichen Kräften, welche wirklich schaurig wirkt.

© 20th Century Fox

Irgendwo schon mal gesehen...

Aber darüber hinaus hat der Film leider das Problem, in wirklich allen Facetten durch und durch kompletter Standard zu sein. Wie schon angesprochen bedient man sich sämtlichen Klischees dieser Art von Filmen. So wurde bereits wiederholt in anderen Filmen gezeigt, wie Aspekte besser ausgeführt werden. Auch die Kräfte werden grundsätzlich nur mittelmäßig eingesetzt und spielen gerade zum Ende hin nur eine durchschnittliche Rolle. Logan konnte bereits beweisen, wie dramatisch Kräfte von Teenagern eingesetzt werden können. Weiterhin glänzt keiner der Schauspieler mit wirklich emotionalen Momenten. Diese sind allesamt nur mittelmäßig bis schlecht. Auch der aus Game of Thrones bekannten Schauspielerin Gwendoline Christie wird mit diesem Film keinen übermäßigen Ruhm einspielen.  

Insgesamt handelt es sich bei The Darkest Minds um eine grundsätzlich mittelmäßige Verfilmung, die sich durchweg an anderen Filmen wie Twilight, Tribute von Panem, Maze Runner oder Die Bestimmung bedient. Einer jüngeren Zielgruppe könnte der Film genügen, doch dieser wird nicht langfristig in Erinnerung bleiben.


+ Düstere Szenerie und Geschichte

+ Nette Idee, X-Men Fähigkeiten mit in eine Jugendbuchverfilmung zu verweben

- Standard, Klischee oder abgeschaut - insgesamt einfach abgenutzt

- Mangel an Spannungsaufbau und zu durchsichtige Wendungen

- Potenziale ungenutzt