Game Review: Battlefield V Beta

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Seit gestern dürfen sich endlich alle Gamer auf den Schlachtfeldern der Battlefield V Open Beta austoben. Wir konnten dank Vorbestellung und EA Access Abo schon seit dem 4. September in die Schlacht ziehen. Im Review erzählen wir euch von unseren Eindrücken zum heißerwarteten Weltkriegsshooter "Battlefield V".


Endlich wieder zweiter Weltkrieg

Bereits mit Battlefield 1 gelang EA der richtige Schritt: Weg vom mittlerweile ausgequetschten Gegenwartszenario, in dem wir in fiktiven Kriegen Russen oder Chinesen bekämpfen. "Back to the roots" hieß es 2016 als mit Battlefield 1 ein eher unerforschtes Terrain in Sachen Multiplayer-Shooter beschritten wurde. Battlefield konnte spielerisch sowie technisch auf voller Linie überzeugen und so war es kein Geheimnis, dass es mit dem Nachfolger "Battlefield V" in den Zweiten Weltkrieg geht.

 

Wir haben die Open Beta fleißig bis tief in die Nacht gezockt. Unser erstes Fazit: WOW! In der Open Beta bekommen wir zwei Spielmodi sowie zwei spielbare Karten serviert. Der klassische Conquest-Modus dürfte dabei wohl der beliebteste aller Modi sein. Zusätzlich können wir aber auch noch an einer Grand Operation teilnehmen, welche im Grunde den Operationen aus Battlefield 1 ähnelt, sich aber diesmal über mehrere Kriegstage erstreckt. So bekommen wir einen Tag- und Nachtwechsel auf derselben Karte spendiert. 

Zwei Maps, komplett neues Spielgefühl

Die beiden Karten hören auf den Namen Rotterdam und Narvik und sind beide abwechselnd im Conquest-Modus spielbar. In der Grand Operation können wir hingegen nur auf Narvik in die Schlacht ziehen. Die Karten selbst sind sehr gut aufgeteilt und es macht uns vor allem auf der Karte Rotterdam großen Spaß mit unserem Squad immer wieder neue Taktiken auszuprobieren, Gegner geschickt zu flankieren und gemeinsam die Runde zu gewinnen. Dabei stehen uns neben insgesamt 19 Waffen mehrere kleine Gadgets wie Munitionskisten, Verbandskisten, Granatwerfer und Panzerfäuste zur Verfügung. Dies  alles ist natürlich auf die vier Klassen Sturmsoldat, Sanitäter, Versorger und Aufklärer verteilt. Direkt in der  ersten Runde  fiel uns auf, wie sehr sich das allgemeine Spielgefühl und das Waffenhandling im Vergleich zum Vorgänger verändert hat. Es spielt sich zwar wie ein typisches Battlefield-Spiel, man hat jedoch trotzdem das Gefühl etwas komplett Neues zu spielen. Diese Tatsache gefällt uns besonders gut, weil es sich einfach frisch anfühlt, mit den bekannten Waffen wie MP40 oder M1A1 über die Map zu rennen und die Schlacht für sich zu entscheiden. Ein neues Spielelement hat es uns dann aber doch noch sehr angetan: Innerhalb seiner Squads ist es möglich, Punkte zu sammeln, welche sich je nach Spielweise im Team schneller oder langsamer erhöhen. Mithilfe der Punkte kann man einen Versorgungsabwurf einleiten, einen Unterstützungspanzer anfordern oder, als Highlight, eine V1 Rakete per Zielmarkierung mit einem Fernglas auf die Feinde regnen lassen. Was dann folgt ist eine der gewaltigsten Explosionen, die wir je in einem Multiplayer-Shooter gesehen haben. Mit der V1 sind unter den richtigen Umständen riesige Multikills zu erzielen, was uns ein herzhaftes Lächeln ins Gesicht zaubert. Anzumerken ist hier allerdings: Nur der Squadleader kann diese Unterstützungen anfordern, die Punkte werden jedoch vom gesamten Squad gesammelt.


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Technik

Auch von der technischen Seite macht die Battlefield V Beta einen soliden Eindruck. Zwar werden Spiegelungen im Wasser oder auf feuchten Stellen auf den Straßen ein wenig überspitzt dargestellt, jedoch macht die gesamte Grafikleistung einen sehr finalen Eindruck. Explosionen, Rauch und vor allem der Einschlag einer V1 Rakete sehen fabelhaft aus. Nicht üblich bei einer Beta. Hin und wieder kommt es zwar vereinzelt zu Textur- und Darstellungsfehlern, das ist aber in einem Beta Test durchaus normal und verschmerzbar. Auch die Server-Stabiliät lässt sich bis auf wenige Verbindungsabbrüche zumindest auf der Xbox One als sehr solide bezeichnen. Auch das ist für einen Beta Test durchaus unüblich. Zwar dauert die eigentliche Serversuche beim Start eines Spiels mit bis zu 3 Minuten etwas lang, lässt sich aber aufgrund der dann folgenden Ladezeiten verschmerzen. Vor allem dann, wenn man die Beta auf einer SSD installiert und idealerweise an eine Xbox One X angeschlossen hat.

Fazit

Die Battlefield-Reihe zeigt mit dem Zweiten Weltkriegs-Szenario erneut was sie am besten kann. Wir sind bereits von der Beta mehr als beeindruckt und sind ebenso enttäuscht, dass EA das fertige Spiel vor kurzem um einen ganzen Monat auf den 20. November verschoben hat. Einerseits dürfte dies ein reiner Marketingschachzug sein, um nach der Beta noch mehr Vorbestellungen zu generieren. Auf der anderen Seite vermuten wir aber auch, dass die Entwickler so noch besser auf das Feedback der Spieler eingehen können. Wir können jedem Multiplayer-Shooter-FAN die Beta auf jeden Fall empfehlen, denn bereits ab dem 11. September ist es dann auch schon wieder vorbei und wir müssen uns bis zum fertigen Spiel noch über zwei Monate gedulden...

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