Serien Review: Marvel's Daredevil - Staffel 3

FANwerk Serien Review Daredevil Staffel 3 Marvel

Fast zwei Jahre mussten sich die FANs gedulden, bis sie endlich erfahren wie es mit dem "Teufel von Hell's Kitchen" nach seinem eher tragischen Ende in der ersten Staffel von "The Defenders" weiter geht. Im Review zur dritten Staffel der Erfolgsserie verraten wir euch, ob Daredevil weiterhin die hohe Qualität der beiden vorherigen Staffeln halten kann. So viel sei verraten: Wer sich diese Serie nicht anschaut, ist selber Schuld! Achtung - Spoiler zu "The Defenders" und den ersten beiden Staffeln von "Daredevil" möglich!


Matt Murdock mit Selbstzweifeln

Nachdem Matt Murdock alias Daredevil nach dem Einsturz des Hochhauses in Marvel's The Defenders für tot gehalten wird, machen seine beiden besten Freunde Karen Page und Foggy Nelson eine schwere zeit durch. Während Karen nicht daran glaub das Matt tot ist, wird es für Foggy immer wahrscheinlicher, dass er den Einsturz des Gebäudes nicht überlebt hat. 

 

Der Zuschauer erfährt aber bereits direkt zu Beginn, dass Matt Murdock noch lebt und sich in der Obhut seiner einstigen "Waisenmutter" in der katholischen Kirche befindet. Hier trauert Matt zu Beginn noch dem Verlust seiner geliebten Elektra und ist mit Selbstzweifeln nur so überflutet. Als dann auch noch Wilson "Kingpin" Fisk durch einen Deal mit dem FBI aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt wird, liegt es an Matt den wahnisinnigen und erneut traumhaft von Vincent D'Onofrio gespielten Glatzkopf das Handwerk zu legen. Erneut spielen die Gedanken und die Grundsätze des Matt Murdock bzw. Daredevil eine große Rolle. Wie weit muss er gehen um Fisk aufzuhalten? Muss er womöglich alles über den Haufen werfen, wofür sein Alter-Ego "Daredevil" steht? Wie kann er seine Freunde beschützen ohne sie zu verletzen?

 

All diese Dinge werden Folge für Folge hervorragend aufgearbeitet und wir kommen in den Genuss eines Storytellings, welches in der weiten Welt der Amazon- und Netflix Serien ihres Gleichen sucht. Es ist wirklich atemberaubend zuzusehen, wie sich die Dinge immer mehr zuspitzen bis es dann in der finalen Folge zu einem Showdown kommt, der epischer nicht sein könnte!


© Netflix

Neue Charaktere - neue Feinde

Positiv hervorzuheben sind außerdem die neuen Charaktere, welche sich hervorragend in das Setting der dritten Staffel einfügen. Da wäre zum einen der FBI Agent Ray Nadeem, welcher durch sein egoistisches Verhalten und dem unbedingten Willen seiner Familie etwas zu beweisen erst der Auslöser ist, dass Wilson Fisk aus dem Gefängnis in sein Penthouse unter Hausarrest verlegt wird. Die Intrigen in die er sich verwickeln lässt führen mit dem weiteren Verlauf der Staffel zu zahlreichen Morden, iniziert von Fisk selbst. Nadeem ist dabei der Dreh und Angelpunkt der Intrigen und weit und breit der einzige der gegen Fisk aussagen kann. Dabei wird er jedoch immer mehr von seinem Gewissen geplagt vor allem, wenn er sieht, was sein psychopathischer Kollege Agent Ben "Dex" Poindexter im Auftrag für Fisk anrichtet.

 

Dex ist ein weiterer hochinteressanter Charakter und alle Daredevil FANs dürften schon zur Mitte der 13 Folgen lange Staffel durchschaut haben, mit wem es Teufel von Hell's Kitchen in der vierten Staffel zu tun bekommen wird. Dieser ikonische Bösewicht wird mit Dex mehr als traumhaft eingeführt.

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© Netflix

Was hat die Staffel noch zu bieten?

Neben der Haupthandlung gibt es natürlich auch auf den Nebenschauplätzen einiges zu sehen. Sei es Karen Page die ebenfalls versucht durch eigene Ermittlungen Fisk das Handwerk zu legen und dabei gefühlt in jeder Folge heult, oder Matt's bester Freund Foggy, welcher mit seiner Kandidatur als Staatsanwalt verspricht, den Kingpin wieder hinter Gitter zu bringen. All dies sind Nebenschauplätze, welche sich sehr gut in die Haupthandlung "Daredevil gegen Fisk gegen Dex" einfügen. Leider müssen wir auf Cameo's aus den anderen Marvel Serien verzichten, was auf den ersten Blick etwas komisch wirkt, da ein "Luke Cage" oder eine "Iron Fist" kurzen Prozess mit Dex und dem Kingpin machen würden. 

 

Natürlich bekommen wir aber in dieser Staffel wieder allerhand actionreiche Kämpfe zu sehen. Es ist sogar wieder eine berühmte "One-Shot" Szene mit dabei. Die hervorragend durchchoreographirten Kämpfe zeigen einmal mehr wie hochwertig die Serie produziert ist. Netflix braucht sich mit seinem Zugpferd der Marvelserien wirklich nicht vor den großen Hollywood Produktionen aus dem MCU verstecken. Erzählerisch haben die Macher der Serie die großen Kinofilme wie Avengers, Iron Man und Co. sowieso schon mit der ersten Staffel weit überholt. Das ist ein Level, was unbedingt aufrecht erhalten bleiben muss. Gerade, als bekannt wurde, dass Luke Cage und Iron Fist eingestellt werden, wird diese Herausforderung umso größer.

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© Netflix

Fazit zu Marvel's Daredevil Staffel 3

Netflix zeigt mit der dritten Staffel nach der bereits sehr guten 1. und 2. Staffel einmal mehr, wie gut die Eigenproduktionen des Streaming-Anbieters sein können. Die dritte Staffel hat neben mitreißenden Kämpfen, spannenden Wendungen und traumhaft guten Bösewichten alles, was ein Daredevil FAN braucht. Von uns gibt es deshalb eine klare Empfehlung und die volle Punktzahl für diese wunderschöne Stück Seriengeschichte! Also: Am Wochenende einsperren und Daredevil bingen!

 

+ Sehr starke Bösewichte

+ Spannende und intelligente Story

+ Überraschende Wendungen

+ Schauspielerische Bestleistungen

+ Erstklassige Action und Kämpfe

 

- Karen Page ist eine Heulsuse!