Serien Review: Carnival Row

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© Amazon Studios

Fantasy-FANs haben Grund zur Freude! Seit dem 22.November kann die Serie „Carnival Row“ auf Amazon Prime gestreamt werden. Ob uns der im viktorianischen Zeitalter angesiedelte Mix aus Game of Thrones, Narnia und Sherlock Holmes überzeugen konnte, erfahrt ihr in unserem Review.


Rassismus kennt kein Genre - Carnival Row Review

Nachdem das Land der Feen von einer menschlichen Nation namens „Der Pakt“ angegriffen und erobert wurde, sind die Feen gezwungen zu fliehen, um sich an einem anderen Ort Zuflucht zu suchen. Die Wahl der Feen fällt auf die menschliche Republik „The Burgue“ (erinnert stark an ein viktorianisches Großbritannien). Eben jene Republik hat den Feen bereits vor Jahren dabei geholfen gegen den Pakt zu kämpfen, musste sich allerdings zurückziehen und überließ den Feen somit ihrem Schicksal. Eine dieser Flüchtlinge ist die Fee Vignette Stonemoss (Cara Delevigne). Nachdem sie jahrelang anderen Feen geholfen hat aus ihrem Heimatland zu fliehen, entscheidet sie sich nun dazu auch Zuflucht in der Burgue zu suchen. Dort angekommen muss Vignette allerdings feststellen, dass es den Feen und anderen Fabelwesen (Trolle, Pfaune/Pucks, Kobolde) nicht so viel besser ergeht, als in ihrer Heimat. Die menschlichen Bürger der Burgue sehen alle Lebewesen, die nicht menschlich sind, als zweitrangig und minderwertig an. 

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Game of Burgue

Parallel zur Geschichte Vignettes ist der Inspektor Rycroft Philostrate (Orlando Bloom) damit beschäftigt eine grausame Feen-Mordreihe aufzudecken. Dies wird durch den Umstand des steigenden Rassismus in der Stadt allerdings deutlich erschwert. Auch die Ankunft Vignettes verkompliziert das Leben Rycrofts, denn der menschliche Inspektor und die flüchtige Fee habe eine gemeinsame Vergangenheit. Langsam entsteht ein spannende Geschichte, die eine nahezu perfekte Mischung aus Fantasyabenteuer, Gesellschaftskritik, Politthriller und Love-Story ist. Als wir das erste Mal von der Geschichte und dem Inhalt der Serie gehört haben war wir zugegebenermaßen leicht skeptisch. Feen und andere Fabelwesen? Klingt erstmal recht „kindlich“ und unschuldig. Jedoch wurden wir schnell eines Besseren belehrt.  Tatsächlich erinnert der Tenor der Serie oft an die erwachsene knallharte Erzählweise von Game of Thrones. Sex, Prostitution sowie blutiger Mord werden trocken und ganz offen angesprochen und teilweise genauer betrachtet als erwartet. Wer also angst hat eine Kindergeschichte mit süßen kleinen Feen vorgesetzt zu bekommen, kann sich also beruhigen. 

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Nicht so hastig ….

Selbstverständlich ist auch Carvinal Row nicht vollkommen frei von dem ein oder anderen Makel. Dadurch, dass die Serie recht vielschichtig ist, zur selber Zeit aber nur 1 Staffel mit insgesamt 8 Folgen hat, wirken einige Dinge doch sehr hastig und überstürzt. So entwickeln sich ein paar Charakterbeziehungen doch etwas zu schnell. Daher kommt es beispielsweise vor, dass Charaktere sich in einer Szene noch sehr misstrauen, in der nächsten Szene jedoch ohne große Widerworte gefährliche Gefallen füreinander erledigen. Auch die Liebesbeziehung zwischen Vignette und Rycroft wirkt zunächst sehr hastig. Ebenso werden einige Plottwists von Charakteren bereitwilliger und schneller akzeptiert als normal wäre.  Ansonsten gibt es jedoch nicht viel zu meckern. Das CGI ist äußerst gelungen, die Welt wirkt äußerst authentisch und das Verhältnis zwischen CGI und praktischen Effekten ist auch sehr angenehm. 

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+ Detaillierte Welt 

+ Interessanter Mix  unterschiedlicher Genres  

+ Solides CGI und gelungene Kostüme 

+ Innovativer Umgang mit Themen wie Rassismus und Faschismus  

+ Story macht Lust auf mehr 

- Entwicklungen zwischen Charakteren teilweise gehetzt  

- Plottwists  vorhersehbar