Film Review: Alita: Battle Angel

FANwerk Film Review Alita Battle Angel

© 20th Century Fox

Eine Mischung aus Rollerball und Terminator gefällig? Kommt sofort! Alita: Battle Angel versucht dies zu liefern und will mit einer starken Animationskunst punkten. Doch der hochkarätig besetzte Streifen will mehr, ein richtiges Epos erschaffen. Ob dies gelungen ist, erfahrt ihr im Film Review…


Lange nicht gehört

Seit Sin City 2 gab es keine Neuigkeiten mehr rund um Robert Rodriguez, doch dieser meldet sich nun eindrucksvoll zurück mit keinem geringeren als James Cameron an seiner Seite. Dieser will nach Avatar ein weiteres Meisterwerk schaffen, das vor allem auch ein überragendenden 3D-Effekt aufweisen soll. So wird es zumindest durch viele Kanäle beworben. Mit dabei sind keine geringeren als Christoph Waltz, Maherschala Ali und Jennifer Connelly neben der Hauptrolle in Animationsgestalt Rosa Salazar. Der Film beginnt dabei mit der verwirrten Cyborg-Dame Alita, die von dem Wissenschaftler Dr. Dyson Ido (Christoph Waltz) vom Schrottplatz zusammengebaut wurde. Diese muss typischerweise erst mal die neue Welt verstehen und entdecken. Dabei kommen nicht nur Erinnerungen aus dem vorherigen Leben auf, sondern auch neue Herausforderungen auf Alita zu, die u.a. auch sehr fasziniert von einem Sport ist, der dem älteren Film Rollerball wirklich sehr ähnlich ist. 

© 20th Century Fox

Futuristisch gut!

Insgesamt sieht Alita: Battle Angel einfach beeindruckend aus. Auch wenn man sich an die Manga-ähnlichen Augen der Hauptfigur vielleicht etwas gewöhnen muss, kann man sich in die futuristische Welt gut einfinden. Die Geschichte verpackt dies auch wirklich gut und die besonderen Eigenschaften, die Cyborgs für eine Handlung zulassen, werden gut genutzt. Auch der zu Beginn mysteriöse Schleier, der über dem Doktor liegt, macht die Handlung spannend. Die Charaktere, vor allem Alita, sind schön gezeichnet und man hat Freude dabei ihr zuzusehen. Action kommt natürlich auch nicht zu kurz und macht den Film insgesamt kurzlebig. Schauspielerisch ist das gesamte Ensemble durchweg überzeugend.

© 20th Century Fox

Die größte Schwäche an Alita entwickelt sich jedoch während des Films, denn auch wenn die verschiedenen Beziehungen der Geschichte wirklich gut erzählt sind, hat man schon nach einiger Zeit das Gefühl, dass der Film zu einem Dragonball-artigen Wettrüsten verkommt. Das bedeutet: Es gewinnt, wer der stärkere Cyborg ist. Das ist schade, da wirklich gute Ansätze vorhanden sind. Das groß vom Spannungsaufbau erwartete Ende lässt leider auch sehr auf sich warten und lässt den Zuschauer mit einem harten Cliffhänger zurück, wobei fraglich ist, wann dieser aufgelöst wird, wenn man sich auf die Versprechungen von Avatar 2 bezieht. 

Unterhält... mehr auch nicht

FANwerk Film Review Alita Battle Angel

So ist Alita: Battle Angel ein guter Film geworden, der unterhält aber auch nicht mehr. Es handelt sich dabei um kein episches Meisterwerk, doch ein Film, der durchaus eine Fortsetzung verdient. An dieser Stelle auch eine kleine Anmerkung, die nicht in die Bewertung einfließt: Unter dem Namen von James Cameron damit zu werben, dass der 3D-Effekt des Films wieder bahnbrechend sein soll, zeugt von einer leichten Torschlusspanik, dass die hohen Produktionskosten nicht eingespielt werden. Dies ist allerdings nicht der Fall und der 3D-Effekt befindet sich einfach gesagt auf heutigen Standard-Niveau - dementsprechend nichts Besonderes. 


+ Gut gezeichnete Charaktere mit guten Schauspielern

+ Ansprechende Szenerie

+ Ausnutzung der futuristischen Optionen durch die Technologien

- Spannungsbogen, der sehr stark abflacht

- Cyborg-Wettrüsten

- Unbefriedigendes Ende