Film Review: Bad Spies

© Lionsgate

Nach Bad Moms und Bad Moms 2 kommt nun die neue Komödie Bad Spies mit Mila Kunis als Gesicht - zugegeben, es gab in den letzten Jahren schon pfiffigere Titelfindungen. Ob der Film dies auch inhaltlich widerspiegelt, erfahrt ihr in unserem Review…


Schlechte Spione oder schlechtes Konzept?

Gute Komödien sind in der heutigen Zeit rar gesät. Dies dachte sich vermutlich auch Susanna Fogel als sie als Regisseurin die neue Komödie mit Mila Kunis in der Hauptrolle übernehmen sollte. Nachdem Bad Moms an den Kinokassen zufriedenstellend war und Bad Moms 2 leicht mit durchwachsenen Kritiken abgewatscht wurde, kam man auf die Idee von der Mutter- in die Spionenrolle zu wechseln.  Dies wirft natürlich nicht das ganze Konzept über den Haufen, denn auch in Bad Moms werden Mila Kunis wieder ein paar verrückte Nebendarsteller an die Seite gestellt, wodurch die Komödie ein Erfolg werden soll. So geht es munter los: Die kürzlich verlassene Audrey (Mila Kunis) hat immer noch mit den Nachwirkungen der Trennung zu kämpfen. Plötzlich kommen allerdings offensichtliche Hinweise auf sie zu, dass ihr Freund nicht nur ein normaler Typ, sondern ein Geheimagent ist. Dies bringt Audrey und ihre Freundin Morgan (Kate McKinnon) in ordentliche Schwierigkeiten und lässt diese mit turbulenten Verfolgungsjagden nach Europa fliehen, um die Welt zu retten. 

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Über manche Sachen lässt sich nicht streiten...

Den Humorstil der ganzen Komposition dürfte den meisten aus Bad Moms bekannt vorkommen. Dies ist natürlich Geschmackssache und wird bestimmt bei dem einen oder anderen Zuschauer Lachen hervorrufen. Langweilig wird es dabei auch nicht, da neben dem Humoranteil auch erstaunliche gute Actionszenen gestreut werden, die auch relativ rigoros mit dem Ableben diverser Charaktere umgehen. Neben Mila Kunis glänzt vor allem Kate McKinnon mit einem wirklich besonderen Humorstil und schrägen Gesichtsausdrücken.

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Zu viel?

Auch wenn der gesamte Film unterhält erfindet er das Rad nicht neu und man hat teilweise das Gefühl, dass sich gewisse Aspekte wiederholen. Darüber hinaus ist der Humor teilweise doch sehr flach - auch wenn man sich bekanntlich darüber streiten kann. Dies wirkt an vielen Stellen etwas zu überzeichnet, sodass der Film fast wie einer Parodie gleicht. 

So ist Bad Spies insgesamt ein Film, der schlicht und ergreifend subjektiv unterhält. Es gibt nun mittlerweile genug Filme, die diese Art von Humor hervorbringen. FANs, denen der erste Bad Moms gefallen hat, wird auch Bad Spies gefallen - auch wenn die Filme außer Mila Kunis an sich nichts miteinander zu tun haben. Dementsprechend gilt der alte Grundsatz: Man bekommt das, was man nach dem Trailer erwartet.


+ Durchgängig unterhaltsam, keine Längen

+ Unterhaltsames Duo

 + Erstaunlich starke Actionszenen

- Die ein oder andere Szene zu übertrieben

 - Film weiß sich selber nicht wirklich einzuordnen: Action, Komödie, Parodie