Film Review: Bohemian Rhapsody

© 20th Century Fox

 

„Guaranteed to blow your mind – Anytime“ - Das heiß erwartete Queen-Biopic Bohemian Rhapsody läuft über die deutschen Leinwände und man will das Publikum nicht nur zum Rocken bringen, sondern auch die Männer hinter der legendären Band zeigen. Hier erfahrt ihr, ob es mit anderen Vertretern des Genres mithalten kann… 


Superheld?

Kein geringerer als Brian Singer wurde für den neuen Film über die Band Queen angeheuert und man wird wohl kaum verneinen, dass er nach den X-Men nun den nächsten Superhelden inszenieren soll: Freddie Mercury. Dessen Rolle wird dabei von Rami Malek übernommen und könnte für diesen den endgültigen Durchbruch im Sinne von Blockbustern bedeuten, nachdem ihn den meisten aus Mr. Robot oder als Pharao aus Nachts in Museum kennen. Zum Inhalt des Films gibt es nicht viel zu sagen: die Geschichte der Band Queen und des Frontsängers werden skizziert und bis hin zum Live Aid Auftritt im Jahr 1985 im Film aufgeführt.

© 20th Century Fox

Unvergleichliche Performance

Ohne Frage, zu Beginn und zum Schluss jeder Kritik zu Bohemian Rhapsody muss der Name Rami Malek fallen. Eine schauspielerische Leistung, die ihresgleichen sucht! Man spürt förmlich wie er die Rolle lebt und dem echten Freddie in Mimik und Gestik wirklich erstaunlich nah kommt. Dies allein macht den Film schon sehenswert. Hinzu kommt noch der experimentelle Stil der Band, wobei auch dort die Schauspieler klasse getroffen wurden. Die Geschichte von Queen und vor allem dem Leadsänger ist beeindruckend und der Zuschauer fühlt mit allen Höhen und Tiefen mit. Zum Soundtrack brauch an dieser Stelle nicht viel gesagt werden - die Stimme von Freddie Mercury ist einzigartig und auch wenn Rami Malek diese nicht perfekt imitieren konnte, fließt viel von ihm mit ein. 

© 20th Century Fox

Der Tragik gerecht?

Auch wenn durch eine einzigartige schauspielerische Leistung dem Zuschauer wirklich viel mitgegeben wird, hätte man doch noch mehr in die Tiefe gehen können. Gerade da an der Produktion enge Bekannte aus Freddies Umfeld teilnahmen, hätten noch einige Hintergrunddetails zu den verschiedenen Charakteren von Queen nicht geschadet. Dies ist allerdings ein einziger Wunsch, der dem Zuschauer nicht wirklich negativ aufschlägt. Auch die Tragik der ganzen Geschichte hätte an der einen oder anderen Stelle noch etwas ausgebaut werden sollen, dies liegt allerdings nicht an Maleks Performance, sondern eher am Drehbuch.

Film Review Abgeschnitten

Insgesamt ist mit Bohemian Rhapsody ein wirkliches Meisterwerk gelungen und Rami Malek setzt für seine Karriere einen wirklichen Meilenstein. So ist der Film nicht nur Queen-FANs zu empfehlen, auch andere Besucher werden zum Ende hin mit Gänsehaut aus dem Kino gehen. 


+ Rami Maleks Performance ist unbeschreiblich

+ Insgesamt gut getroffener Cast

+ Geschichte einfach faszinierend

+ Soundtrack entsprechend

- Dramatik und weitere Tiefe fehlt etwas