Film Review: Captain Marvel

FANwerk Film Review Captain Marvel Brie Larson MCU Avengers Kritik Rezension Endgame

© Marvel Studios

Die 3. Phase des Marvel Cinematic Universe neigt sich dem Ende zu! Mit Captain Marvel erscheint nun der vorletzte Film der Phase in den Kinos. Es ist gleichzeitig die erste weibliche Hauptrolle im MCU - Brie Larson verkörpert die "neue" Heldin und trifft im Film auch auf altbekannte Gesichter. Doch kann der Film sich auch nahtlos in die 21 Streifen starke Filmreihe nahtlos einreihen? Und wie hängt der Film mit Infinity War zusammen?


90er Jahre Superheldin - Captain Marvel im FANwerk Review

Der neuste MCU Superheldenfilm handelt vom Konflikt zwischen den Kree und den Skrulls. Mittendrin ist Vers, eine aufstrebende Kämpferin auf Seiten der Kree. Als sich der Konflikt bis zur Erde ausweitet, muss Vers feststellen, dass der Planet ihr nur all zu vertraut vorkommt. Wie man sich jetzt denken kann, kommt hier S.H.I.E.L.D. ins Spiel. Ohne zu viel zu verraten (was die Trailer nicht ohnehin schon tun), trifft Vers hier auf Nick Fury und geht gemeinsam mit ihm den Kampf gegen die Skrull an. Eine spannende Geschichte rund um den Konflikt in Verbindung mit der Aufarbeitung der Vergangenheit von Vers bzw. ihrem früheren Ich Carol Denvers. Im Film erleben wir also im Grunde die klassische Heldenreise einer einfachen Kree-Kämpferin hin zur heldenhaften Captain Marvel.

FANwerk Film Review Captain Marvel Brie Larson
FANwerk Film Review Captain Marvel Brie Larson

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Superkräfte ohne Ende!

Relativ schnell wird klar, dass Vers mehr ist als nur eine normale Kree. Sie ist mit Photonenhänden gesegnet, die sie jedoch zu kontrollieren hat - denn die Kree stehen auf Kontrolle der Emotionen! Nach und nach erkennt sie mehr, was in ihr steckt. Ohne zu viel zu spoilern (auch hier wieder: Trailer), lernt sie im Laufe der Geschichte immer mehr über ihre Fähigkeiten kennen und diese dementsprechend zu nutzen. Schier grenzenlos scheint ihre Energie und später ihre Möglichkeiten. Jedoch äußern sich diese nicht in solchem Maße übertrieben, wie es bspw. ein Superman in Justice League aufzeigt. Auf der Erde angekommen trifft sie auf Nick Fury, der in diesem Film nicht nur zwei Augen besitzt, sondern auch noch nicht in der Position ist, in der wir ihn kennen. Samuel L. Jackson bekommt für diesen Film eine kleine Verjüngungskur, was während des Films zwar auffällt aber zu 97,5% auch nicht stört. Die Interaktion der beiden ist durchweg amüsant und macht einfach Spaß beim Zusehen. Auch die Erzählstruktur des neusten MCU-Ablegers beweist hier und da genau den richtigen Kniff. Irgendwie fühlt sich alles bekannt und vertraut an, als wenn er schon immer in der Erzähllinie der 21 Filme war - was durch die Postcredit-Szene in Infinity war ja bereits eingeleitet wurde.

FANwerk Film Review Captain Marvel Brie Larson
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Humor - Action - Effekte

Bisher haben uns die Marvel Filme (mit wenigen Ausnahmen) an Humor, Action und ordentlichen Effekten stets überzeugt. Dieser Linie bleibt sich das MCU auch mit Captain Marvel treu. Einige der besten Gags sind jedoch bereits im Trailer ausgespielt und verlieren so leider ihre Wirkung. Klar, wer die Trailer gemieden hat, ist hier im Vorteil... aber wir können oftmals nicht anders. Nichtsdestotrotz verstecken sich noch einige Highlights im Film, die teilweise einfach unfreiwillig komisch wirken und komplett zum totlachen sind. Auch in Sachen Action braucht sich dieser Ableger nicht vor seinen Kollegen verstecken. Die Kampfszenen wirken super durchdacht und vor allem die Szene in der Bahn ist überragend umgesetzt - davon überzeugt ihr euch am besten selbst. Zum Ende des Films nimmt auch das Effektspektakel seinen Lauf. Zwar sind diese teilweise echt übertrieben, passen jedoch generell ins Gesamtbild. Was beim Gang ins Kino vielleicht ratsam ist: Dolby Atmos! Der Klang ist FANtastisch, was sich vor allem in den Jet-Szenen offenbart. 

Unser Fazit zu Captain Marvel

FANwerk Film Review Captain Marvel Brie Larson

Alles in allem lohnt sich der Gang in die Kinos! Auch Captain Marvel fügt sich nahtlos in das Marvel Cinematic Universe ein und kann mit seinem Witz und der Geschichte überzeugen. Sicherlich bleiben die Sorgen, dass Carol Denvers einfach zu übermächtig ist und spätere Bösewichte schon mit ganz anderen Wassern gewaschen sein müssen. Etwas blass bleibt Brie Larson. Zwar macht sie ihre Sache wirklich gut, jedoch hätte die Rolle auch von irgendjemand anderem gespielt werden können. Zum Ende hin wirken manche Aspekte etwas überzogen, was nicht zuletzt an den Mächten von Captain Marvel liegt. Wir empfehlen euch übrigens dringendst ganz bis zum Schluss sitzen zu bleiben...


+ Gute Erzählstruktur

+ Fügt sich nahtlos ein

+ Macht durchweg Spaß

- Hauptcharakter bleibt (schauspielerisch) blass

- An manchen Stellen überzogen