Film Review: Creed 2

FANwerk Film Review Creed 2 Rockys Legacy

© Warner Bros. Pictures

Und das Spin-off-Rad dreht sich rund herum, rund herum... diesmal mit einer neuen Runde Rocky. Dieser ist zumindest nicht mehr im Hauptfokus von Creed, doch immer noch ein großes Thema. Wie das ganze insgesamt ausgefallen ist, erfahrt ihr im Review…


Drago is back...

Der erste Creed-Film kam durchweg gut an beim Publikum und Silvester Stallone konnte sich sogar über einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung freuen. So liegt es natürlich nicht fern, dass der ganze Spaß in die zweite Runde geht und um noch etwas mehr Nostalgie in den FANs hervorzurufen, ist Dolph Lundgren in einer seiner ikonischsten Rollen (Ivan Drago) zurück. Der Film schließt an die Geschichte des ersten Creed an und Adonis Creed (Michael B. Jordan) fährt einen Sieg nach dem anderen ein. Dass bald der Sohn von Ivan Drago auftaucht, ist weder eine Überraschung noch ein Spoiler für die meisten - wie es dann weitergeht, sollte dann jeder für sich selbst erfahren. Doch auch interessante Geschichten um das Fortbestehen von Rocky und Adonis hörgeschädigter Freundin Bianca (Tessa Thompson) sind ein wichtiges Thema. 

© Warner Bros. Pictures

Die Balance stimmt

Creed 2 setzt dabei auf das Erfolgsgeheimnis des ersten Films: Silvester Stallone ist gefühlt allgegenwärtig und lässt doch genug Freiraum für Adonis Creed, um sein eigenes Vermächtnis zu entwickeln. Dies ist auch Hauptbestandteil des Films - dafür die Balance zu finden ist nicht einfach und doch sehr erfolgreich gelungen. Darüber hinaus werden auch über das stupide Boxen wirklich wichtige emotionale Themen angesprochen, was auch im ersten Teil einfach nur bewegend war. Natürlich ist hierbei genug Platz für Nostalgie, denn wer wünscht sich nicht das erneute Stand-off von Rocky und Drago, auch wenn diese nicht mehr ganz in der Verfassung fürs Boxen sind. Aber auch durch letzteren wird ein interessanter Handlungsstrang eingeführt, sodass sämtlichen Charakteren eine sehr gute Tiefe verliehen wird.

© Warner Bros. Pictures

Wie allerdings bereits erwähnt kann man die Erfolgsfaktoren des ersten Films auch als Malus des zweiten sehen, zwecks der Wiederholung. Creed 2 erfindet nicht nur in Bezug auf den ersten Film das Rad nicht neu, sondern auch in Bezug auf das ganze Genre. Der Story-Verlauf, auch wenn Nuancen überraschend sind, läuft auf ein unausweichlich vorhersehbares Ende hin. Dies ist allerdings auch das einzige Manko und wenn man sich von diesem nicht stören lässt, wird man von Creed 2 begeistert sein. 

Ein Tick zu viel...

FANwerk Film Review Creed 2 Rockys Legacy

Insgesamt ist Creed 2 somit wirklich gelungen und wird viele Emotionen hervorrufen, wenn man sich darauf einlässt. Natürlich kann man eine Wiederholung insgesamt nicht absprechen, aber darüber kann man hinwegsehen. Auch wenn Sly nicht an die Darstellung des ersten Creeds heran reicht, ist es allemal genug für einen Sieg durch K.O.


+ Emotionale tiefe Charaktere

+ Nostalgie Faktor

+ Schauspielerisch durchweg überzeugend

+ Musikalisch und vom Szenenbild stark in Szene gesetzt

- Erfindet das Rad nicht neu