Film Review: X-Men Dark Phoenix

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© Walt Disney Studios Motion Pictures

Gerade haben wir Endgame verdaut, schon steht der nächste Marvel-Blockbuster vor der Tür. Mit X-Men: Dark Phoenix soll der Fokus auf Jean liegen und somit ein epischer Kampf des Kosmos entfacht werden. Wie die Truppe um Charles Xavier performt erfahrt ihr im Review…


Ein alter Hase als Drehbuchautor - FANwerk Review zu X-Men Dark Phoenix

Nach X-Men: Apocalypse kräftetechnisch noch einen draufzusetzen ist natürlich eine ziemliche Herausforderung. Simon Kinberg, der nun schon ein erfahrener Drehbuchautor im X-Men-FANiversum ist, setzt auf Sophie Turner als Jean, um den nächsten Blockbuster zu erschaffen. Diese gerät bei einem Weltraum-Einsatz zu Beginn des Films in eine intergalaktische Eruption und verändert sich seitdem. Dies geht nicht spurlos an den Schülern und Professoren des Instituts für begabte Jugendliche vorbei und schnell wird klar, dass das Schicksal der Welt an der Rettung von Jean hängt. Dabei bekommen wir aber nicht nur das übliche Mutanten-Spektakel zu sehen, sondern erfahren auch einige Veränderungen von Charakteren, die wirklich interessante Entwicklungen durchmachen. Dass die Truppe von Magneto und auch andere Bösewichte mit von der Partie sind, versteht sich natürlich von selbst. So ist alles vorbereitet für einen ordentlichen Knall.

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Charakterentwicklung

Natürlich brauchen wir uns an dieser Stelle nicht über die Effekte unterhalten -  die sind wie immer auf höchsten Niveau, aber auch der Einsatz von den X-Men Fähigkeiten ist kreativ und vor allem in der finalen Szene wahnsinnig episch eingesetzt. Vor allem Magneto weiß an der einen oder anderen Stelle zu beeindrucken. Interessant neben der Geschichte rund um Jean sind auch die anderen Charakterentwicklungen, die die Mutanten durchmachen. Allen vorweg James McAvoy, dessen Veränderung man während des Films an verschiedenen Konfliktpunkten wahnsinnig gut sehen kann. Auch Magneto hat sich weiterentwickelt und man sieht einfach die brillante schauspielerische Darbietung von Michael Fassbender. Hinter diesen beiden Hollywood-Größen brauch sich Sophie Turner allerdings nicht zu verstecken, die als zentrale Figur durchweg überzeugt.

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Wiederkehrendes Problem?

Kritisch ist allerdings wieder einmal, wie auch schon bei X-Men: Apocalypse, die Antagonistin. Diese wird durch Jessica Chastain verkörpert, die sehr blass bleibt -  keine spannende Fähigkeiten und keine wirklich interessante Geschichte dahinter. Gut dass sie nicht das Zentrum der Geschichte ist, so kann man diese im Hintergrund behalten. Eigentlich schade, da Jessica Chastain mittlerweile zu Genüge bewiesen hat, dass sie auch wirklich komplexe Rollen verkörpern kann. Trotz dessen ist der Film wirklich sehr kurzweilig und für ein paar Szenen hätte man sich etwas mehr Zeit lassen können, um den ganzen Film noch epischer aufzubauschen.

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Insgesamt ist X-Men: Dark Phoenix ein starker Film geworden. Zieht man den Vergleich zu Avengers, wirkt X-Men natürlich etwas blass, aber dieser stellt vom Standard her momentan alles in den Schatten, was auch die Verkaufszahlen bestätigen. So werden unterm Strich nicht nur X-Men Fans bei Dark Phoenix voll auf ihre Kosten kommen.


+ Starke Charakaterentwicklungen

+ Effekte und Kämpfe spektakulär

+ Gute Anknüpfung an vorherige Filme

+ Herausragende schauspielerische Leistung von Sophie Turner, James McAvoy und Michael Fassbender

- Jessica Chastain als Antagonistin sehr blass

- Epischer Spannungsbogen etwas zu kurz gekommen