Film Review: Destroyer

Destroyer film movie review Annapurna Pictures nicole kidman

© Annapurna Pictures

Wer sich an Nicole Kidmans Gesicht in Aquaman erfreuen konnte, erfährt jetzt einen Schock durch eine komplett neue Fassade. In Destroyer sehen wir die Mutter des Wassermanns wieder auf der Leinwand. Ob der Film mehr kann als nur ein starkes Make-up vorzuweisen, erfahrt ihr im Film Review…


Destroyer - Mit Nominierung auf den Spuren eines Mordfalls

Letztes Jahr schon nominiert für einen Golden Globe kommt Destroyer nun bei uns in die Kinos. Um genau zu sein drehte sich dabei alles um die Nominierung der Hauptdarstellerin Nicole Kidman, die mit ihrer Performance in vielen Facetten an die unfassbare Darstellung von Charlize Theron aus Monster erinnert. Beide spielen eine extrem heruntergekommene Rolle, die sich in ihrem Wahn immer mehr in ihr eigenes Schicksal verwickelt. Ist Destroyer ein ebenso großes Meisterwerk wie Monster geworden? Die Handlung befindet sich auf der Spur eines Mordfalls, der die Ermittlerin Erin Bell (Nicole Kidman) in ihre Vergangenheit der verdeckten Ermittlung führt, wo sie zusammen mit ihrem Partner Chris (Sebastian Stan) einen Drogenring ausheben will. Hierbei lernen sie den äußerst skrupellosen Silas (Toby Kebbel) kennen, der das Leben der beiden grundlegend verändert. Dieser ist der versessene Grund der Ermittlerin den aktuellen Fall zu lösen - ohne Rücksicht auf Verluste.

© Annapurna Pictures

Überzeugender Cast und brilliante Nicole Kidman

Worüber man undiskutabel sprechen muss, ist die Performance von Nicole Kidman, denn die ist wirklich stark! Man muss es erstmal schaffen, so abgehalftert und fertig mit der Welt auszusehen. Die Verbissenheit wird sehr deutlich und trotzdem sieht man während der Geschichte eine Entwicklung ihres Charakters. Insgesamt ist die schauspielerische Leistung von allen sehr überzeugend und durchweg gut gecastet. Wirklich sehr interessant gestaltet ist auch die gesamte Erzählung, da immer wieder zwischen der Vergangenheit und der aktuellen Handlung hin und her gesprungen wird. Dies lässt immer mehr die Hintergründe der Charakter verstehen und bringt dem Zuschauer die Charakter näher.


© Annapurna Pictures

Schatten zwischen den Lichtstrahlen

Die Handlung des Films wirkt allerdings etwas durchgeplant und auch wenn der Film einige sehr intensive Momente hat, zieht er sich doch an vielen Stellen in die Länge. Dies ist ein grundlegendes Problem, da die Spannung bei einem Thriller extrem aufgebaut werden soll. Dabei hat der Film Szenen, die das schaffen könnten, doch zwischendurch kommen immer wieder Durchhänger, die das Erzähltempo verlangsamen. Hinzu kommt noch die musikalische Untermalung, die an vielen Stellen etwas uninspiriert wirkt und das Ganze nicht zwangsläufig spannender macht.

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Insgesamt ist Destroyer ein guter Thriller, der sich durch einige einzelne Aspekte über die Mittelmäßigkeit hervorhebt. Nichtsdestotrotz kann er sich an diversen Stellen leider sehr ziehen, auch durch die über zweistündige Laufzeit bedingt. Dennoch ist die Performance von Nicole Kidman einen Blick wert!


+ Starke Nicole Kidman mit insgesamt gutem Cast

+ Gute Erzählweise der Geschichte

- Zieht sich an verschiedenen Stellen leider

- Soundtrack und Kamera begünstigen die Geschichte nicht unbedingt