Film Review: Fast and Furious - Hobbs and Shaw

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© Universal Pictures

Ihr vermisst jetzt schon länger eine Dosis Testosteron, bei der nicht nur ein Haufen explodierende Autos, durch die Luft fliegende Kugeln, sondern auch noch zwei Typen, die so cool sind, dass die Hölle zufriert, zusammenkommen?  Dann erfahrt ihr in unserem Film Review, ob sich der neue Teil der Fast and Furious-Reihe lohnt…


Namenhafte Besetzung - Fast and Furious - Hobbs and Shaw im FANwerk Film Review

Mittlerweile fragt man sich bei Fast and Furious wirklich: „Der wie vielte Teil ist das eigentlich?“. Das Franchise wird ordentlich gemolken und die Zuschauer strömen immer noch in die Kinos. Dieses Mal jedoch in etwas anderer Form, denn der gute Vin Diesel ist abhanden gekommen und der Fokus wird auf Dwayne „The Rock“ Johnson und Jason Statham gelegt. David Leitch ist dabei federführend und mittlerweile schon ein Urgestein der Filmbranche. Die Story ist wie zu erwarten leicht zusammengefasst und ebenso uninspiriert: Eine Art High Tec Killervirus verschwindet und bedroht die ganze Menschheit! Unsere beiden Hauptdarsteller, die verschiedener nicht sein können, treffen auf den Supersoldaten Idris Elba in Form von „Black Superman“ Brixton Lore und es ist nur eine Frage der Zeit bis sich auch noch Shaws Schwester Hattie (Vanessa Kirby) einmischt. So ist das Spektakel vorprogrammiert!

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Ein Hauch von Selbstironie

Insgesamt ist die Machart der F&F-Filme schon sehr gut was die Effekte und die gewählte Kulisse angeht. Eigentlich ist immer ein wahnsinnig geiler Ort zu sehen, zu dem jeder direkt hinreisen möchte. Die Stunts und Actionszenen mit Autos sind einfach das zurzeit beste auf dem Markt, was sicherlich auch an dem vorhandenen Budget liegen wird. Der Aufbau, vor allem in der Einführung, ist sehr beeindruckend mit einer Parallelfahrt gemacht. Nicht nur die Explosionen und Stunts mit Autos sind wahre Hingucker, auch die Schusswechsel sind gewohnt spektakulär. Das Angenehme an der ganzen Geschichte: F&F scheint sich selber nicht mehr zu 100% ernst zu nehmen und das schimmert an einigen Stellen durch, was das Ganze wirklich etwas auflockert.

© Universal Pictures

Die falsche Richtung

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Doch es darf auch nicht zu übertrieben werden, denn teilweise sind die Dialoge extrem lang und die Sprüche so flach, dass man schon fast auf die Uhr schauen möchte. Auch die Geschichte, wie schon erwähnt, ist einfach ausgelutscht und wurde bereits 1000 Mal in Bond-Filmen verarbeitet. Hinzu kommt leider jetzt noch die Rolle von Idris Elba, die einfach nur noch übertrieben ist - Superkräfte und das Motorrad sind Science-Fiction und im Vergleich zur Selbstironie keine gute Entwicklung. Die Schauspieler machen mit ihren Möglichkeiten das Beste aus den Rollen. Natürlich ist das bei einem solchen Drehbuch etwas begrenzt.

 

Insgesamt ist mit dem neuen Teil von Fast and Furious ein Film entstanden, der zwar irgendwie unterhält, aber auch nicht mehr. Auch wenn ein paar ganz gute Ansätze zu erkennen sind, man muss für die Zukunft schauen, dass das Genre nicht komplett abdreht. Unterm Strich hätte es den Film aber nicht wirklich gebraucht.


+ Spektakuläre Actionszenen

+ Leichte Selbstironie

 

+ Schauspieler sympathisch in ihren Rollen

-  Science Fiction Superhelden und Motorräder etwas lächerlich

- Dialoge nicht nur flach sondern teilweise auch zu lang

- Geschichte uninspiriert und ausgelutscht