Film Review: Kidnapping Stella

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© Henning Ferber Filmproduktions GmbH

Ihr habt noch nie etwas von dem Film „Spurlos – Die Entführung der Alice Creed“ gehört? Dann kommt nun ein ganz neuer deutscher Thriller auf den Markt, der den Zuschauer mit intensiver schauspielerischen Leistung fesseln soll. Was daraus geworden ist, erfahrt ihr in unserem Film Review...


Deutsche Titel...

Zugegebenermaßen war die Namensgebung des Films „Spurlos – die Entführung der Alice Creed“ schon nicht der originellste deutsche Titel, aber auch der englische „The Disappearance of Alice Creed“ haut die Massen nicht vom Hocker. Doch die deutsche Filmindustrie setzt mit „Kidnapping Stella“ nochmal ordentlich einen drauf. Jedenfalls bestimmt der Titel eines Films Gott sei Dank noch nicht die Qualität des Inhalts und so will Regisseur Thomas Sieben einen spannenden Thriller aus dem Hut zaubern. Dieser ist wirklich sehr nah an das Original angelegt, wie es Remakes manchmal so an sich haben. Bei der Geschichte handelt es sich um zwei Ex-Straftäter, die in ihrer Zeit im Knast einen Plan zur Erpressung von Lösegeld ausgeheckt haben. So steigt der Film ein und die unschuldige Stella (Jella Hase) wird auf eine ziemlich rigorose Art und Weise entführt. Dass das Ganze nicht glatt durchgeht, erfahren Vic (Clemens Schick) und Tom (Max von der Groeben) relativ schnell. 

© Henning Ferber Filmproduktions GmbH

Geschichte kopiert

Schauspielerisch ist die Leistung von Clemens Schick die beste im Film und vielleicht auch generell das beste Eigenständige im Film, denn die Geschichte wurde schlicht und ergreifend vom Original-Film übernommen. Diese ist also relativ spannend, auch wenn sie nicht über alle Maße dahingehend rübergebracht wird. Was gibt es noch positives zu sagen? Leider nicht viel, denn mit einer kurzen Laufzeit ist der Film zwar kurzweilig und spannend, aber das war es dann auch schon.

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Wieso die Neuauflage?

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Nun stellt sich die große Frage, wieso ein Remake? Oftmals kommt die Frage klassisch bei amerikanischen Filmen auf, die andere Erfolgsfilme von der ganzen Welt 1:1 versuchen zu übernehmen und mit hochqualitativen Schauspielern besetzten. Old Boy, Ziemlich beste Freunde oder beispielsweise LOL sind anzuführen, wenn man daran denkt, welche Remakes grandios am Original gescheitert sind. Dies ist auch der Fall bei Kidnapping Stella, nur dass kein Meisterwerk neuverfilmt wurde, sondern ein solider Thriller. Im Original konnten zumindest die Schauspieler vor allem mit Gemma Arterton und Eddia Marsan ziemlich gut punkten, dies wird hier leider nicht in vollem Maße erreicht. Da der Film auch nur zehn Jahre alt ist, ist ein Remake wirklich unverständlich.

 

So bekommt Kidnapping Stella zwar eine 4/10, dies gilt jedoch für Zuschauer, die Spurlos nicht gesehen haben, sonst hätte der Film eine 1/10 verdient, da es einfach keinen einzigen Grund gibt, weshalb man das deutsche Remake vorziehen sollte. So gibt es eine klare Empfehlung den Film nicht zu schauen. 


+ Spannende Geschichte

+ Clemens Schick schauspielerisch auf der Höhe

- Jella Haase leicht unterdurchschnittlich

- Max von der Groeben unterirdisch

- Keine Neuerungen

- Kein Grund für einen Remake und keine Alleinstellungsmerkmale