Film Review: Men in Black - International

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© Sony Pictures Releasing

Noch ein Men in Black und dann auch noch ohne Will Smith?! Das kann ja eigentlich nichts werden. Ob Chris Hemsworth mit Tessa Thompson jedoch den Karren aus dem Dreck ziehen können, erfahrt ihr bei uns im Film Review…


Auf ein Neues...

Zugegebenermaßen, Filmreihen, die eigentlich für tot gehalten wurden und dann doch wieder soft-rebootet worden sind, stehen nicht immer in einem glanzvollen Licht der Öffentlichkeit. Dass Men in Black III schon für viele eine Fortsetzung zu viel war, stoppt allerdings diesmal Sony nicht an ihrem Vorhaben, Men in Black: Internation zu veröffentlichen. Will Smith fehlt, Tommy Lee Jones fehlt, aber hey, immerhin ist Emma Thompson noch mit von der Partie. So soll nun Chris Hemsworth das Projekt retten. Dieser steigt auch eindrucksvoll ein und es geht in den Kampf gegen einen altbekannten Widersacher - den Schwarm. Doch dieser steht gar nicht im Vordergrund des Films, denn die aufwachsende Tessa Thompson wünscht sich durch ein Erlebnis in ihrer Kindheit nichts mehr als eine Agentin der Men in Black zu werden. Ohne viel weiter auf die Geschichte einzugehen geht es für die beiden MIB auf ihre erste Mission und man stolpert sich von Alien zu Alien. Ein Versuch, einen neuen Groot einzuführen wird hierbei mit dem kleinen Sidekick Pawny übernommen.

© Sony Pictures Releasing

Der Stil bleibt bestehen

Dem Film zu Gute zu halten ist, dass er dem Men in Black-Stil treu bleibt, das wird auch auffällig durchgezogen. Die Story erfindet das Rad nicht neu, ist aber an sich ganz passabel umgesetzt ohne größere Spannungen bereitzuhalten. Den Wendepunkt sieht man 50 Kilometer im Voraus kommen. Chris Hemsworth macht seine Sache irgendwie ganz charmant, obwohl sein Charakter nicht wirklich ganz zu Ende gezeichnet ist und sein innerer Konflikt zwar begonnen, aber nicht zu Ende gebracht wird. Das Zusammenspiel mit Tessa Thompson funktioniert eigentlich auch ganz gut, aber irgendwie passt diese nicht ganz in ihre Rolle und wirkt an vielen Stellen schauspielerisch überfordert. Der kleine Sidekick Pawny ist für den ein oder anderen Schmunzler zu gebrauchen. 

© Sony Pictures Releasing

Doch nicht mehr als Mittelmaß

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Dies ist leider allerdings auch das Problem an der ganzen Geschichte: der Film ist irgendwie unterhaltsam und kurzweilig, aber wirkliche Höhen hat er an keiner Stelle. Alles ist eben Mittelmaß mit unterdurchschnittlicher Action in einem ganz schick aussehenden Men in Black Schleier. Leider können die technischen Spielereien auch nur aus Nostalgiegefühlen den Zuschauer unterhalten. Es handelt sich um den klassischen Fall, dass ein Film sich versucht auf den Lorbeeren der vorherigen Teile auszuruhen und hofft, dass FANs dies romantisieren. Dies klappt leider nicht immer und so ist ein weiterer Teil zumeist einfach belanglos und unsinnig, wie bspw. Blade Runner 2049.

 

Insgesamt ist mit Men in Black: International ein Sonntagskaterfilm entstanden, den man sich anschauen kann,. Er sollte bei keinem Begeisterungsstürme auslösen, schadet allerdings auch nicht dem Franchise durch eine durchweg mittelmäßige Arbeit. So sollten nur absolute FANs der Kinoreihe zum Ticket greifen.


+ Aliens klasse designt

+ Chris Hemsworth spielt seine Rolle ganz charmant…

- … sein Charakter ist allerdings ganz und gar nicht durchdacht

- Action unterdurchschnittlich und repetitiv

- Nicht wirklich ein neuer Aspekt im Vergleich zu den alten Teilen

- Tessa Thompson überfordert