Film Review: Mortal Engines - Krieg der Städte

Film Review Mortal Engines FANwerk Peter Jackson

© Universal Pictures

Riesige Städte auf vier Rädern, die andere Städte verschlingen? Nein, es handelt sich dabei nicht um einen abgefahrenen Drogentrip, sondern um den viel beworbenen Blockbuster von Peter Jackson im Dezember. Was aus der außergewöhnlichen Idee geworden ist, erfahrt ihr bei uns im Review…

 


Große Ambitionen...

Peter Jackson ist zurück und nimmt sich nach dem letzten Hobbit-Teil das nächste großangelegte Projekt zur Brust. Die Ambitionen sind hoch und dementsprechend will Jackson mit der Verfilmung der Buchreihe von Philipp Reve ein neues monumentales Meisterwerk erschaffen. Wir begeben uns dabei auf die Spuren von Hester Shaw (Hera Hilmar), die sich nach nichts mehr sehnt als den Tod ihrer Eltern zu rächen. Dabei trifft es sich gut, dass die Riesenstadt London in ihre Nähe kommt, angeführt von dem Verantwortlichen des Verbrechens Thaddeus Valentine (Hugo Weaving). Dieser hat eigene Pläne und so beginnt eine bildgewaltige Reise durch die dystopische Zukunft des Ödlands.

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Das Auge isst mit

Eins ist gewiss: mit Mortal Engines hat Peter Jackson mal wieder einen bildgewaltigen Blockbuster erschaffen. Auch wenn die Idee mit den Städten auf den ersten Blick sehr abgefahren klingt, ist es doch beeindruckend zu sehen, wie sich diese riesigen Konstruktionen fortbewegen. Auch die gesamte Konzipierung des Films ist von der Farbzusammenstellung und der Szenerie sehr stimmig. Schauspielerisch sticht Hugo Weaving heraus, der den fanatischen Diktator sehr gut darzustellen weiß. Hera Hilmar braucht sich dabei auch nicht zu verstecken und stellt die sich nach Rache sehnende Tochter überzeugend dar. Ein kleines Highlight ist die Geschichte rund um das Aufwachsen Hesters. 

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Die Tugenden vergessen?

Auch wenn Mortal Engines sehr bildgewaltig ist und eine spannende Dystopie bereithält, so fehlt es doch ein wenig an der Detailverliebtheit eines typischen Jacksons. Beim Vergleich mit Herr der Ringe schauen natürlich die wenigsten Filme gut aus, aber Mortal Engines muss sich aufgrund seines Erschaffers auch diesem Vergleich stellen. So kann man in die Geschichte nicht so intensiv eintauchen wie gewünscht. Diese wirkt an diversen Stellen schlicht und ergreifend sehr vorhersehbar und ist auch keine Innovation. Dementsprechend bleibt dann doch das große Fiebern auf das Finale des Films aus. 

Film Review Mortal Engines FANwerk Peter Jackson

Insgesamt ist mit Mortal Engines ein solider Film entstanden, der vor allem mit bildgewaltigen Szenen glänzt. Leider bleibt das nächste Meisterwerk Jacksons jedoch aus. Nichtsdestotrotz macht man mit einer Sichtung von Mortal Engines keinen grundlegenden Fehler und so wird auch dieser Film seine FANs finden.


+ Bildgewaltig

+ Dystopie beeindruckend

+ Hugo Weaving überzeugt

- Keine neue Geschichte

- Detailverliebtheit fehlt