Film Review: Phantastische Tierwesen - Grindelwalds Verbrechen

Film Review Phantastische Tierwesen Grindelwalds Verbrechen

© Warner Bros. Pictures

Sobald es um das Harry Potter FANiversum geht, sind viele Ohren auf der Welt gespitzt - dementsprechend ist die Vorfreude auf den neuen Phantastische Tierwesen Film sehr groß. Ob Newt und seine verrückten Ausreißer dem ersten Teil gerecht werden, erfahrt ihr in unserem Review…


Es geht weiter...

David Yates sitzt nun mittlerweile bei seinem sechsten Film im Harry Potter-FANiversum auf dem Regiestuhl und nach dem Erfolg des ersten Teils lasten wieder große Hoffnungen auf den Schultern des Briten. Doch nicht nur er ist wieder mit an Bord, um dem Film wieder die Erfolgsnote des ersten Teils zu verleihen, sondern auch Hauptdarsteller Eddie Redmayne sowie Katherine Waterston. Dazu gesellen sich  noch einige interessante namenhafte Neuzugänge, wie Jude Law oder Zoe Kravitz, wobei man bei Johnny Depps Screentime im ersten Film diesen eigentlich auch noch dazu zählen könnte. Der zweite Teil setzt dort an wo der erste aufhört: Grindelwald (Johnny Depp) sitzt hinter Gittern. Doch dass dies nicht von Dauer ist, wundert vermutlich keinen. Ohne zu viel zu verraten ist dieser eine große Bedrohung und nicht nur Newt (Eddie Redmayne) und Dumbledore (Jude Law), sondern auch die verschiedenen Zaubereiministerien sind mit von der Partie. So beginnt ein wildes Ringen, um die Zukunft der Zauber- und der Menschenwelt.

© Warner Bros. Pictures

Der Zauberstab wird geschwungen

Phantastische Tierwesen steht dafür was sich die Generation, die mit Harry Potter aufwachsen durfte, schon lange Zeit gewünscht hatte: Erwachsene Zauberer, die das volle Potenzial der Möglichkeiten ausschöpfen, ohne dass man zuerst einen Leviosar-Zauber im Unterricht lernen musste. Dies soll natürlich an dieser Stelle keine Kritik an Harry Potter sein, sondern einfach herausstellen, dass auch der zweite Film, wie auch der erste, anders ist als die vorherigen Harry Potter-Teile. Dieser neue Ansatz ist auch in Grindelwalds Verbrechen wieder sehr gut gelungen, denn was bereits im ersten Teil wirklich Spaß macht, gelingt auch  im zweiten Teil: die Zauberei. Aber auch die Hintergründe bzw. die verschiedenen Vorgeschichten zu Harry Potter werden aufgedeckt. Schauspielerisch sind alle auf dem höchsten Niveau, wobei Eddie Redmayne mit seiner Darstellung von Newt Scamander den Zuschauer wirklich verblüfft.

© Warner Bros. Pictures

Zwischen den Stühlen...

Das größte Problem beim zweiten Teil der Reihe ist, dass er sich wie ein Zwischenstück anfühlt. Dabei ist er natürlich nicht der erste Film, bei dem der Zuschauer etwas unbefriedigt rausgeht und direkt den nächsten Teil sehen will. Der Hobbit 2 oder Tribute von Panem 3.1. sind berühmte Beispiele, die diese Problematik auch hatten. Sobald Phantastische Tierwesen komplett abgeschlossen ist, wird man wahrscheinlich weit positiver auf diesen Teil zurückschauen, denn im Grunde genommen ist er wirklich gut. Natürlich gibt es die ein oder andere Kante mit einer eher suboptimalen Kameraeinstellung oder eventuell wurde doch etwas zu wenig mit den Spezialeffekten gespart.

So ist unterm Strich Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen ein solider Film geworden, der vor allem den Zweck erfüllt, dass FANs mehr als gespannt auf den nächsten Teil sind. Es macht wirklich Freude die Ansammlung erstklassiger Schauspieler zu sehen und mal wieder in die Zauberwelt einzutauchen.


+ Mühleoses Zaubern und Tierwesen

+ Spannende Hintergrundgeschichten zu den Charakteren, die eine Verbindung zum Harry Potter FANiversum haben

+ Redmaynes Darbietung

+ Perfekte Voraussetzungen für den nächsten Teil

- Kameraführung manchmal sehr gewöhnungsbedürftig

- Spezialeffekte manchmal etwas drüber