Film Review: The Equalizer 2

© Sony Pictures Releasing

Denzel Washington ist zurück und in einer seiner vermutlich tödlichsten Rollen räumt er wieder ordentlich mit Kriminellen auf. Wer also mal wieder Lust auf einen knallharten Actionfilm des Rape-and-Revenge-Genres hat, sollte die Ohren spitzen. In unserem Review erfahrt ihr, was aus dem Film geworden ist…


Er ist wieder da...

Vier Jahre nach dem ersten Equalizer nimmt Antoine Fuqua erneut Platz auf dem Regiestuhl und will dem eiskalten Killer wieder seinem Handwerk nachgehen lassen. Chloe Grace Moretz ist als Prostituierte zwar nicht mehr mit von der Partie, doch in Roberts (Denzel Washington) Umgebung befinden sich genug Personen, die Hilfe gebrauchen können - und so macht er sich wie üblich ans Werk und macht den Ungerechtigkeiten den Garaus.  Um an die notwendigen Informationen für sein „Hobby“ zu kommen, hilft ihm seine alte Freundin Susan Plummer (Melissa Leo), die allerdings ihre eigenen Schlachten zu bewältigen hat. Dass Robert bald in der Geschichte verwickelt ist, liegt natürlich nicht fern. 

© Sony Pictures Releasing

Maßgeschneidert

Überraschend ist es nicht, dass Denzel Washington wie bereits im ersten Film den akribischen Killer mit zwangsneurotischen Anwandlungen nahezu perfekt interpretiert. Dabei scheint auch dessen innerer Konflikt immer stärker durch und er fragt sich, was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll. Es macht dabei vor allem Spaß zuzusehen, wie Robert als Geist den Leuten hilft - das hat nicht nur im ersten Teil funktioniert. Die Action kommt natürlich auch nicht zu kurz: Skrupellos geht Schurke um Schurke drauf. Das Finale ist auch sehr spannend inszeniert und der Film wird durch verschiedene Handlungsstränge nicht langweilig, obwohl insgesamt ein ruhiges Erzähltempo gewählt wird.

© Sony Pictures Releasing

Was hat sich verändert?

Beim ersten Film beeindruckte viele Zuschauer die maßlose Ungerechtigkeit, die der unschuldig wirkenden Chloe Grace Moretz zuteil wurde, und die daraus folgende Wut, die unter der ruhig scheinenden Killermaschine Robert brodelte. Dies wird im zweiten Teil leider nicht gleichermaßen erreicht, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle wieder aufblitzt. Leider führt das dazu, dass The Equalizer 2 etwas vom Erbe des ersten Films lebt und so allerdings zu einem soliden, aber keinem herausragenden Actionfilm verkommt. Die Frage, was aus Robert wird und wie er mit dem Verlust seiner Frau umgeht, wird leider auch nicht wirklich behandelt, sondern nur angedeutet.

Insgesamt ist mit The Equalizer 2 ein solider Actionfilm entstanden, der allerdings nicht den Zauber des ersten Teils einfangen kann. FANs des ersten Films werden dennoch wissen wollen wie es mit Robert weitergeht und werden auch entsprechend Spaß an dem Film haben. Vielleicht wird ja in einem dritten Teil alles wieder in die richtigen Wege geleitet...


+ Denzel Washington ist die Rolle auf den Leib geschnitten

+ Coole Actionszenen

+ Macht Freude, Robert den Menschen helfen zu sehen

- Atmosphäre des ersten Teils wird nicht eingefangen

- insgesamt „nur“ ein solider Actionfilm