Film Review: The Strangers - Opfernacht

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© Aviron Pictures

Mordende Verrückte in Masken? Hört sich doch ganz nach der Purge-Reihe an. Doch bereits im Jahr 2008 erschien ein Home-Invasion-Thriller namens „The Strangers“, dessen Masken sehr an das fröhliche Abschlachten einmal im Jahr erinnern. Nun erscheint zehn Jahre später der zweite Teil - in unserem Review könnt ihr erfahren, wie sich das Sequel schlägt…


Hey, noch ein Horror-Sequel...

Dass in den letzten Jahren wieder diverse Sequel-Ideen auftauchen ist mittlerweile kein Geheimnis mehr und dass diese dabei auch ordentlich erfolgreich sein können sowieso. Das dachte sich vermutlich auch das Team von The Strangers und so haben wir zehn Jahre später eine Fortsetzung des Home-Invasion Films, der damals mit passablen Kritiken wegkam und sich dementsprechend in diesem Nischengenre eine kleine FANbase aufbaute. Dabei konnte vor allem die bedrohliche Atmosphäre überzeugen, vor allem durch den Schauplatz im eigenen Haus der Opfer. An dieses Konzept knüpft der zweite Film an, nur dass sich dieses Mal die Verrückten in einen Trailerpark begnügen. Dort fährt eine Familie mit einem klassischen pubertierenden Problemkind auf dem Weg zum Internat entlang und so beginnt die blutige Jagd nach den Opfern.

© Aviron Pictures

Die Atmosphäre wird zwar eingefangen...

Was erfolgreich am ersten Film war soll natürlich wieder fortgeführt werden. Dies funktioniert in Maßen auch im zweiten Teil  des Films. Natürlich ist die Bedrohung durch ein dunkles Setting vorhanden und der Trailerpark bietet auch interessante Interaktionsmöglichkeiten. An Blut und Rigorosität mangelt es unseren Killern auch nicht, sodass SplatterFANs ordentlich etwas zu sehen bekommen.

© Aviron Pictures

...dafür mangelt es an anderen Dingen.

Das war es allerdings auch an positiven Punkten für den Film, denn der Rest ist in vielen Teilen nicht nur klischeebehaftet, sondern auch in vielerlei Hinsicht übertrieben. Schauspielerisch befinden wir uns auch nicht auf oscarreifem Niveau und die Geschichte an sich fehlt im Grunde genommen. Durch diese Kombination kommt es insgesamt zu manch passablen Jump-Scare-Momenten, aber en gros ist der Film doch tendenziell an vielen Stellen eher lächerlich. Auch wenn die Masken und die Art der Psychokiller verrückt gespielt sind, ist man letzten Endes über die Hintergründe enttäuscht und das Drehbuch beweist wieder weitestgehend Einfallslosigkeit. 

Insgesamt ist mit The Strangers – Opfernacht eine unterdurchschnittliche Horror-Fortsetzung entstanden, die wahrscheinlich keine bleibenden Erinnerungen beim Zuschauer hinterlassen wird. So können sich FANs, die wirklich nicht genug von dieser Art von Filmen bekommen, diesen zu Gemüte führen, doch eine wirkliche Empfehlung lässt sich für keinen Aussprechen.


+ Setting und Atmosphäre passabel

- An vielen Stellen ins Lächerliche statt ins Bedrohliche gezogen

- Schauspielerisch mehr als begrenzt

- Geschichte nicht wirklich vorhanden

- Beweggründe der Mörder