Film Review: Triple Frontier

Triple Frontier film movie review Netflix Ben Affleck

 

Netflix-Produktionen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und müssen sich mittlerweile nicht mehr hinter Hollywood verstecken. Mit Triple Frontier haben wir Anfang März nun ein weiteres Werk aus der Produktion des beliebten Streaming-Anbieters bekommen. Ob der Action-Thriller rund um Ben Affleck, Pedro Pascal und Co. überzeugen kann, erfahrt ihr hier. 


Triple Frontier - Ein Tanz mit dem Teufel

So nannte Francisco „Catfish“ Morales (Pedro Pascal) das moralisch doch recht fragwürdige Unterfangen, um welches es sich in diesem Film dreht. Fünf ehemalige Soldaten versuchen nach ihrer Zeit in der Armee ein neues Leben in der Gesellschaft anzufangen. Doch so richtig will dies keinem der fünf Veteranen gelingen. Santiago „Pope“ Garcia (Oscar Isaac), der immer noch für die Regierung arbeitet und versucht einen millionenschweren Drogenbaron zu fassen, bittet seine alten Kameraden um Hilfe. Geht es dabei anfangs noch um harmlose Observation und Informationsbeschaffung, entscheidet sich die Gruppe im Verlauf, den Drogenbaron auf eigene Faust zu töten, sein Geld zu klauen und abzuhauen. Allerdings haben die fünf Soldaten unterschätzt wie viel Geld der Drogenboss wirklich hat und so werden sprichwörtlich die Augen größer als der Mund. 


© Netflix

Geld allein macht nicht Glücklich

So könnte wohl die Moral der Geschichte lauten. Generell ein Punkt, der uns zu Beginn und bis zur Mitte des Films recht gut gefallen hat. Ging es zu Beginn des Films noch um einen moralisch einwandfreien Job mit einer dezenten Bezahlung in Höhe von 17.000 Dollar, wurde daraus schnell ein illegal geplanter Raubüberfall in Höhe von über 200.000.000 Dollar in Kombination mit Mord. Hierbei wird anfangs recht gut mit der plötzlich aufkeimenden Gier einiger Charaktere gespielt. Mit nichts anderem als dem Geld im Kopf klaut die Gruppe sehr viel mehr, als zu Beginn geplant. Damit entstehen jedoch einige Probleme, da der vorbereitete Fluchtplan nicht auf so eine enorme Menge an Geld ausgelegt ist. Klingt erstmal nach einem super interessanten Plot und wir waren schon gespannt, inwieweit das gut oder böse Ausgeht. Leider muss man sagen, dass der Film am Ende einfach nicht den Mut hat, um die Konsequenzen zu ziehen, die wir uns gewünscht hätten. 

Triple Frontier film movie review Netflix Ben Affleck

© Netflix

Top-Schauspieler kein Garant für Top-Charaktere

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Zwar haben wir mit Ben Affleck, Oscar Isaac, Pedro Pascal, Garret Hedlund und Charlie Hunnam einen super Cast, der schon in Serien und Filmen wie Star Wars, Sons of Anarchy und Game of Thrones erfolgreich vertreten war… ihre Charaktere können aber bestenfalls als oberflächlich beschrieben werden. Zu Beginn wird versucht jeden Charakter einen gewissen Background zu geben, gelingen tut dies jedoch nicht so richtig. Dies führt dazu, dass man keinerlei Bindung zu den Protagonisten aufbaut und sich der Gruppe selbst in ihren schlimmsten Momenten nicht sonderlich verbunden fühlt. Insgesamt ist mit Triple Frontier ein actiongeladener Film entstanden, mit dem Netflix eine weitere Eigenproduktion auf den Markt wirft, welche sich sicherlich nicht verstecken muss. An die großen Blockbuster-Filme kommt er jedoch noch nicht heran. Wer sich dennoch die Zeit mit einem bekannten Cast und einer interessanten Story vertreiben möchte, kommt bei Triple Frontier sicher auf seine Kosten.


+ Coole Gruppe an Schauspielern

+ Gute Action Sequenzen

+ Schöne moralische Ansätze

- Oberflächliche Charaktere

- Story nicht konsequent zuende gebracht

- Teilweise mittelmäßiges CGI