Film Review: Mile 22

Mile 22 Film review Kritik

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Lange keine Kugeln mehr fliegen sehen? Dann liefert Mile 22 einen passenden Ansatz, um mal wieder einen knallharten Mark Wahlberg dabei zu beobachten, wie er ein ums andere Magazin durchlädt. Ob das ganze mehr zu bieten hat als nur sinnfreie Schießereien, erfahrt ihr in unserem Review…


Mal wieder Sprengstoff gesucht?

Dass Peter Berg als Regisseur häufiger viel Munition verprasst ,hat er nun bereits oft genug gezeigt (Operation: Kingdom, Battleship etc.). Dies ändert sich in Mile 22 nur wenig, wobei der Streifen nicht nur durch Mark Wahlberg getragen werden soll, sondern auch The Walking Dead Star Lauren Cohan hier versucht, die Filmkarriere abseits der Serie weiter aufzubauen. Aber auch The Raid Star Iko Uwais zeigt, dass seine Martial Arts Künste nicht vergessen wurden. Ausgangspunkt für das ganze Spektakel ist Indonesien. Nachdem sich ein indonesischer Polizist (Iko Uwais) der amerikanischen Botschaft stellt und anscheinend Informationen zu vernichtendem Sprengstoff hat, muss dieser außer Landes geschafft werden. Da Diplomatie gescheitert ist, bleibt nur noch die Möglichkeit einer verdeckten Operation. Hier kommt das Team rund um James Silva (Mark Wahlberg) ins Spiel und muss den Informanten zu einem bestimmten Abholpunkt bringen.

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Der Bodycount steigt

So beginnt das Feuergefecht! Und das wirklich nicht zu knapp. ActionFANs kommen hier vollkommen auf ihre Kosten. Es fliegen Schüsse, Granaten und so weiter und sofort. Dabei wirkt jede Sekunde wirklich sehr bedrohlich, da man nicht das Gefühl hat, dass ein Charakter unabdinglich für die Geschichte ist. Zu der insgesamt sehr spannenden Actioninszenierung schafft es Peter Berg auch eine kleine Einführung zu den wichtigsten Charakteren zu geben, was das ganze Team greifbarer macht. Mark Wahlberg überzeugt in seiner Rolle als Perfektionist mit Zwangsneurosen und einem rigorosen Leaderstyle in einem guten Zusammenspiel mit Lauren Cohan. Hinzu kommt noch ein wirklich mehr als brillantes Ende.

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Die ewige Diskussion

Natürlich kann man mal wieder bemängeln, dass der Film keine Tiefe hat und keine Charakterentwicklung beinhaltet, doch es handelt sich um einen Actionfilm, der spannende Gefechte liefern soll mit einer Verfolgungsjagd, die einfach nur spannend ist. Des Weiteren kann man auch anführen, dass Amerikaner als Übermacht mal wieder das Schicksal der Welt in der Hand haben, aber dann dürfte man wesentlich mehr Filme nicht schauen. Auch die Geschichte erfindet das Rad nicht neu, obwohl das Ende doch in dieser Hinsicht sehr gut gelungen ist.

Insgesamt wird man mit Mile 22 sehr glücklich, wenn man sich auf einen reinen Action-Blockbuster einlässt mit einem starken Mark Wahlberg und 94 Minuten lang spannende Schusswechsel sehen will. Wenn man im Vorfeld allerdings schon Ausschlag bekommt, sofern man amerikanischen Patriotismus hört, sollte man doch eher einen Bogen um den Film machen.


+ Actionszenen klasse

+ Mark Wahlberg in einer starken Rolle

+ Starkes Ende

- Geschichte kennt man natürlich