Film Review: Ocean's 8

Oceans Eight Sandra Bullock Cate Blanchet Awkafina Rihanna FANwerk

© Warner Bros. Pictures

Man nehme einen Haufen Stars und ziehe die Story mehr als pompös auf, damit es am Ende ordentlich knallt. Nein, die Rede ist hier nicht von Expendables, sondern vom Soft-Reboot der Oceans-Reihe, wenn man es so nennen will. Ob der Film in der heutigen Zeit unter all den anderen Reboots und Fortsetzungen untergeht oder ob sich dabei eine wirkliche Perle verbirgt, erfahrt ihr in unserem Review…


Eine lange Liste...

Sandra Bullock, Anne Hathaway, Cate Blanchett und und und… die Castlist von Ocean’s 8 ist nicht nur unfassbar lang, sondern auch namenhaft besetzt. Dies war auch schon bei Ocean’s 11 der Fall, wodurch dieser nicht nur schauspielerisch überzeugen konnte, sondern auch mit einer brillanten Inszenierung. Die Crew soll nun mit Frauen neu besetzt werden, um das Kunststück erfolgreich zu wiederholen. Dabei begeben wir uns auf die Spur von Debbie Ocean, die Schwester von Danny Ocean (George Clooney) und Kopf der Bande aus dem Film des Jahres 2001. Frisch aus dem Gefängnis merkt man sofort, dass ihr das Verbrechersein im Blut liegt und neben den üblichen Tricks des Ladendiebstahls und des Kreditkartenbetrugs beginnt sie sofort sich ein Team zusammenzustellen, um einen großen Coup vorzubereiten. 

© Warner Bros. Pictures

Der Stil wird eingefangen

Dabei wird der bekannte Ocean‘s Stil gewählt, um dem Zuschauer die gesamte Story näher zu bringen und man schmunzelt natürlich vor allem bei den Gaunereien, bei denen das Team allen anderen ein Stück voraus ist. Auch das gesamte Setting ist beeindruckend gewählt und es laufen diverse weitere Stars durch das Bild, was den Film angenehm kurzlebig wirken lässt. Das Ende wartet Ocean’s-gemäß mit einer Überraschung auf und ist wirklich unterhaltsam. Es ist somit insgesamt ein durchaus solides Konzept und vermag auch definitiv den Zuschauer zu überzeugen. 

© Warner Bros. Pictures

Nicht schlecht doch auch nicht mehr als Standard...

Doch bei der Standard-Unterhaltung bleibt es auch und hier offenbart sich das große Manko des Films – die Mittelmäßigkeit. Die Charaktere sind so stereotyp, dass es dem Zuschauer praktisch ins Gesicht springt. Ja, man hat eine Taschendiebin an Board, die beim ersten Treffen versucht unseren Auftraggeberinnen die Uhr vom Handgelenk zu stehlen.  Die Hackerin, die von allen unterschätzt wird und dann doch alles auf Knopfdruck kann, und die überlegenen Köpfe der Bande. Diese Stereotypen ziehen sich durch den ganzen Film und verleihen dem Film keine Superlative. Spannung kommt leider auch nur wirklich am Ende auf und so fehlt insgesamt einfach die Bedrohung. Es handelt sich bei diesem Film leider um eine klassische Überladung an Charakteren, welche ohne Tiefe bleiben. Zugegebenermaßen kann man argumentieren, dass so die Geschichte im Vordergrund steht, dies trägt allerdings auch so nicht zur Spannung bei.

So ist Ocean’s 8 ein Film, der nicht an die Inszenierung der alten Raubzüge von Danny Ocean heranreicht. Man erkennt die Mittelmäßigkeit der Geschichte in vielen Facetten und so unterhält der Film einigermaßen, wird darüber hinaus allerdings auch nicht grundlegend im Gedächtnis bleiben.


+ Erzählstil der alten Filme

+ Beeindruckendes Star-Ensemble

- Überhäufung von Klischees

- Keine wirkliche Spannung bis zum Ende des Films

 - Geschichte mittelmäßig