Film Review: Predator Upgrade

Predator Upgrade Film Review FANwerk Blog Kritik Rezension

© 20th Century Fox

Nein, Arnold Schwarzenegger wurde nicht aus dem Schlamm ausgegraben und trotzdem steht ein neuer Predator Film auf der Matte. Mit Predator Upgrade wird zwar kein vollkommenes Reboot der Reihe vorgenommen, doch mit einem neuen Cast soll wieder mal Schwung in die Reihe kommen. Ob das ganze Unterfangen gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Review…


Auf ein Neues!

Nachdem 2010  das letzte Mal versucht wurde die Predator-Reihe mit Adrien Brody, Laurence Fishburne und Co. wiederzubeleben, steht nun acht Jahre später der nächste Versuch an. Unter der Regie von Shane Black soll das Kunststück gelingen - dies ist an sich eine interessante Idee, denn dieser hatte bereits im ersten Predator Film 1987 eine Rolle und weiß somit wie ein erfolgreicher Dreh eines Predators ablaufen kann. Die beiden Hauptrollen übernehmen dabei Body Holbrook, der eiskalte, taktische Scharfschütze, und die wissbegierige, geniale Wissenschaftlerin Olivia Munn. Ersterer stößt bei einem Einsatz auf ein abstürzendes Raumschiff, was der amerikanischen Regierung gemäß vertuscht werden soll. Dabei trifft er auf dem Weg zur unfreiwilligen Einweisung in eine Irrenanstalt die restliche Truppe an Ex-Militärs, die ordentlich Bock darauf haben einen Predator abzuknallen. Derweil wird die Wissenschaftlerin Casey Bracket (Olivia Munn) von der Regierung eingezogen, um mehr über die Predator zu erfahren. Dass es in der Geschichte ordentlich knallt, während der Scharfschütze versucht seinen Sohn mit Asperger zu beschützen, bleibt natürlich nicht aus.

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FSK 16? Eher nicht...

Vor allem wenn man ordentlich Blut sehen will, ist man bei Predator Upgrade an der richtigen Stelle. Der Killcount schnellt auf verschiedenste Art und Weise ordentlich in die Höhe. Bei der FSK wurde es mit der 16er-Wertung sehr gut gemeint, da es kaum noch Tötungsmöglichkeiten gibt, die nicht in Predator Upgrade vorkommen. Das Hauptplus des Films liegt allerdings bei der verrückten Truppe, die eine wirklich unterhaltsame Zusammenstellung vorweisen kann. Diese bringt nämlich nicht nur ordentlich Feuerkraft, sondern auch massig Witz mit und macht somit Dialogpassagen - so flach manche auch geschrieben sind - wirklich spaßig.

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Passt Humor immer?

Dies ist natürlich etwas anders als es eingefleischte Predator-FANs erwarten, denn normalerweise bewegt man sich in einem unbekannten und bedrohlichen Territorium, in dem hinter jeder Ecke der Tod lauern könnte. Diese Richtung möchte Predator Upgrade zwar auch einschlagen, driftet dabei aber häufig eher in eine Actionkomödie ab. Die Rolle von Olivia Munn ist auch insgesamt mehr als fragwürdig: Am Anfang eine Wissenschaftlerin, bei der der Durst nach neuen Entdeckungen kaum zu stillen ist, später dann eine Jägerin ohne besondere Fähigkeiten – Kein Wunder, die Wissenschaftlerin nimmt man ihr auch nicht wirklich ab, dann lieber als souveräne Psylocke in X-Men.

Zusammengefasst ist mit Predator Upgrade eine solide Actionkomödie entstanden, die sich allerdings vom Kern der Predator-Filme entfernt. So könnten FANs der Reihe etwas enttäuscht sein, aber neutrale Zuschauer durchaus unterhalten durch den actionreichen und kurzweiligen Film, wobei natürlich kein Literaturnobelpreis für die Tiefsinnigkeit erwartet werden darf.


+ Action volles Rohr

+ Rigorose Predator

+ Humorvolle Zusammenstellung der Verrückten

- Olivia Munn glänzt nicht wirklich in der Rolle als Wissenschaftlerin

- Für eingefleischte Predator-FANs zu humorvoll und harmlos

- CGI manchmal wirklich zum Fürchten aufgrund der schlechten Animation