Film Review: Robin Hood

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© Lionsgate

Zugegebenermaßen, die Innovationskraft der Filmindustrie ist in Sachen Mainstream-Blockbuster mindestens diskutabel. Doch oftmals gibt der Erfolg den Filmemachern Recht. Dies dachte man sich wohl auch  bei der erneuten Auflage von Robin Hood. Ob Taron Egerton und Jamie Foxx das Ganze rocken werden, erfahrt ihr im Review…


Saving Privat...

Der Soldat James Hood könnte passenderweise auch beim neuen Film von Otto Bathurst als Titel angeführt werden, doch man belässt es eher bei einem klassischen Robin Hood. Dass dieser allerdings nicht ganz so klassisch daherkommt, wird dem Zuschauer ziemlich schnell deutlich. Robin von Loxley wird von seiner heiß geliebten Marian (Eve Hewson) in die schrecklichen Kreuzzüge geschickt und lernt dabei nicht nur viel über die Brutalität des Krieges, sondern auch über seine eigenen Werte. Mit Jamie Foxx als Little John kehrt dieser in sein Land zurück, was er kaum wiedererkennt und die klassische Geschichte des Kampfes gegen den skrupellosen Sheriffs von Nottingham beginnt. Diese wird allerdings in vielen Nuancen abgewandelt, vor allem bezogen auf den gesamten Stil des Films. 

© Lionsgate

Action, Action, Action!

Dieser Stil macht Robin Hood auch in vielen Szenen besonders. Natürlich ist dieser teilweise sehr übertrieben actionreich und Robin wirkt wie eine Ein-Mann-Armee, doch insgesamt bietet der Film eine sehr gute Action-Unterhaltung. Schauspielerisch sind keine großen Anforderungen an den Cast gestellt, dieser performt jedoch solide ohne dabei zu glänzen. Interessant sind allerdings die vielen kleinen Abänderungen der Geschichte, wie beispielsweise die Infiltration der gehobenen Schicht durch Robin, um an Pläne zu gelangen. Insgesamt ist die ganze Szenerie und der Stil des Films sehr stimmig und sieht durchweg gut aus.

© Lionsgate

Ein Tick zu viel...

Vielen Zuschauern sollte bei Robin Hood gerade mit so einem klassisch gewählten Titel die Übertreibung an vielen Stellen auffallen. Natürlich ist es wesentlich spektakulärer, wenn die Pfeile wie Kugeln durch die Luft fliegen, aber auch nur zu einem gewissen Maße. Besonders wenn es dann an Pfeilmaschinen-Gewehre geht, ist dann doch irgendwo ein Limit erreicht. So läuft der Film hinter seinen Erwartungen her, da sich viele gewünscht hätten, einen erfolgreichen epischen Robin Hood zu sehen, der darüber hinwegtrösten kann, dass keine Fortsetzung des Ablegers mit Russel Crowe kommt, sondern ein mittelmäßiger Action Film mit einigen guten Szenen. So lässt sich insgesamt festhalten, dass man mit Robin Hood grundlegend nichts falsch macht, doch ein erhoffter epischer Film leider ausbleibt - nicht mehr und nicht weniger. Ob wir jemals ein Sequel sehen werden, bleibt fraglich…


+ Genereller Stil des Films passend

+ Kurzlebiger, actionreicher Film…

- …der an vielen Stellen übertrieben ist

- neue Ideen nicht konsequent zu Ende geführt