Serien Review: Britannia

© 2018 Sky / Amazon / Vertigo Films

Die spinnen die Römer... oder die Briten? Mit Britannia läuft eine Serie im Pay-TV, die sich thematisch mit der römischen Besetzung auf Britannien befasst. Der Anspruch im Vorfeld war ziemlich hoch angesetzt: Game of Thrones Paroli bieten! In unserem Serien Review schauen wir uns an, inwiefern die neue Serie diesen Ansprüchen genügt.


Kelten, Römer und Druiden

Die Kelten sind ein zerstrittenes Volk - obwohl die Gefahr aus dem Süden droht! Römische Truppen setzen über und wollen das Land unter die Herrschaft von Rom zwingen. Im Fokus der Erzählung stehen verschiedene Charaktere, die allesamt anderer Abstammung sind, wie z.B. Kerra aus dem Stamm der Cantii oder Antedia von den Regni. Ebenfalls Kern der Geschichte sind das junge Mädchen Cait sowie der verstoßene Divis, die sich ihren Weg durch gefährliche Gegenden und feindliche Truppen schlagen müssen. Eine wichtige Partei spielen die Druiden unter der Führung von Veran, die mit ihren Ritualen und "Zaubern" das Geschehen auf der Insel lenken und bspw. über Thronfolgen entscheiden. Aulus Paulius und seine 20.000 Soldaten marschieren also in dieses für sie feindliche Land ein und stehen einigen Hindernissen gegenüber. Klingt nach einem großen Schlachten-Epos und spannenden Intrigen... oder?


© 2018 Sky / Amazon / Vertigo Films

Bekannte Gesichter und ein starker Start

Die ersten Folgen der Serie lassen auf ein episches Spektakel hoffen und bringen dabei einige bekannte Gesichter auf den Bildschirm. So spielen unter anderem Darsteller aus Star Wars (Ian McDiarmid), Harry Potter (Zoe Wanamaker), Fluch der Karibik (Mackenzie Crook) oder auch aus Walking Dead (David Morrissey) in Britannia ihre Rolle. Aber auch Star Wars Macher wie Rick McCallum (Prequels) hatten ihre Hände im Spiel. Dabei spielen alle ihre Sache ausgesprochen gut und in Verbindung mit dem FANtastischen Szenario entsteht so ein überzeugendes Gesamtbild. Mit dem extrem hohen Anspruch, dass Game of Thrones ernsthafte Konkurrenz gemacht werden soll, sind das zwei wichtige Argumente auf der Pro-Seite. Aber auch in Sachen Gewalt und Freizügigkeit wird nicht gespart. Im weiteren Verlauf der Serie werden einige Szenen gezeigt, die den Zuschauer durchaus zusammenzucken lassen.

Pulver verschossen!

Die Ausgangsposition und die Grundlage der Geschichte versprechen eigentlich sehr viel. So gelingt es Britannia zunächst auch einigen Versprechungen gerecht zu werden. Im weiteren Verlaufe der Serie flacht dies allerdings zunehmend ab. Das liegt vielleicht an der wirren Geschichte rund um die Druiden und Dämonen, die sich immer zu wiederholen scheint oder an dem Ausbleiben der großen Konfrontationen. Dabei bietet die Story durchaus einige spannende Intrigen bzw. Wendungen, die uns letztlich auch bei Laune halten sollen. Game of Thrones hat viele Jahre Vorsprung und wird auch durch Britannia so schnell nicht vom Thron gestoßen. Dennoch haben Rahmenhandlung und Charaktere viel Potenzial, welches nur teilweise ausgespielt wird. Nichtsdestotrotz haben wir Lust auf eine zweite Staffel und das nicht nur, weil noch Luft nach oben ist!

 

+ Tolles Szenario

+ Kostüme, Landschaft und Schauspieler überzeugen

+ Interessante Handlung

 

- Handlung flacht allerdings schnell ab

- Ausbleiben vorab suggerierter Konfrontationen

- Teilweise verwirrend