Film Review: Sicario 2

Sicario 2 Film review Fanwerk Blog Josh Brolin benicio del torro

© Columbia Pictures

Der Drogenkrieg in Mexiko beschäftigt die Kinoleinwände nun schon seit einiger Zeit. Dabei konnte 2015 der Thriller Sicario durchweg mit einer skrupellosen Ruhe überzeugen. So verwundert die neu erscheinende Fortsetzung wenig und in unserem Review erfahrt ihr, wie das Sequel mit den altbekannten Josh Brolin und Benicio del Toro geworden ist…


Es geht weiter...

Der erste Sicario gewährte Zuschauern vor allem Einblicke in den Drogenkrieg an der amerikanischen Grenze aus der Perspektive von Kate Macer (Emily Blunt). Dies ging nicht so gut für die junge Idealistin aus und so sollen im zweiten Teil die eiskalten Agenten Alejandro (Benicio del Toro) und Matt Graver (Josh Brolin) den Film weitertragen. Dies verwundert wenig, da vor allem Benicio del Toros Rolle im ersten Teil an Skrupellosigkeit kaum zu übertreffen war. Im Sequel ist der Drogenkrieg nun weiter fortgeschritten und bedroht immer mehr die zivile Bevölkerung. So entscheidendie Oberhäupter der amerikanischen Regierung, dass diese Situation ohne Regeln bekämpft werden muss. Dafür bieten sich natürlich unsere beiden Protagonisten an, welche versuchen einen Bandenkrieg der mexikanischen Kartelle zu entfachen.

© Columbia Pictures

Erfolgsfaktoren werden fortgeführt!

Unverändert überzeugt natürlich wie auch schon im ersten Film Benicio del Toro. Dieser hat sich kaum verändert und sobald er im Bild ist, herrscht eine durchgehend bedrohliche Stimmung. Diese wird allgemein vor allem in der ersten Hälfte des Films sehr gut eingefangen. Die Brutalität und Bedrohung der Drogenkartelle werden dabei beeindruckend in Szene gesetzt und der Zuschauer weiß nicht, wie weit die Beteiligten bereit sind zu gehen. Dies gilt allerdings für beide Seiten und so steht in dieser Hinsicht die Fortsetzung dem ersten Teil in keiner Hinsicht nach. Auch die Aufmachung und Szenerie ist passend gewählt und passt in die Klischees des wüstenreichen Drogenschmuggels.

© Columbia Pictures

Schwer nachzuvollziehen...

Auch wenn die Atmosphäre und vor allem die Härte des Films insgesamt gut eingefangen wird, machen die Charaktere eine Entwicklung durch. Dies ist teilweise nicht ganz nachzuvollziehen und geht vom Erzähltempo her etwas zu schnell. So fehlt für den allgemeinen Zauber und die Faszination dieser Welt die unschuldige Betrachtungsweise von Emily Blunt. Diese wird versucht auf andere Charaktere zu übertragen, was phasenweise einfach nicht passt. Obwohl Spannungsmomente immer wieder auftauchen, tritt die Handlung hin und wieder auf der Stelle. Nicht nur Entwicklungen sind dabei nicht ganz nachzuvollziehen, sondern auch Handlungsweisen widersprüchlich.

Sicario 2 Josh Brolin Benicio del Toro

Insgesamt entstehen zwar unterschwellig einige Ungereimtheiten, doch letztendlich bleiben bei Sicario 2 die extremen Szenen eher beim Zuschauer im Gedächtnis als der Gesamteindruck. FANs, die sich für die Drogenkartelle und sämtliche Geschichten darum interessieren, werden auch wieder beim zweiten Teil zufrieden gestellt sein - auch wenn er nicht gänzlich an den ersten Teil heranreicht.


+ Skrupellose Momente bleiben erhalten

+ Dramatischer Einstieg

+ Charaktere von Josh Brolin und Benicio del Toro wieder stark

- Charakterentwicklung fragwürdig

- Handlungen teilweise widersprüchlich