Serien Review: The Witcher

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© Netflix

Mit der neuen Netflix Serie The Witcher kann man nach dem Zocken des Games direkt sitzen bleiben und die erste Staffel der Romanverfilmung auf der Couch genießen. Henry Cavill in der Rolle des Geralt von Riva verspricht schon mal einiges, oder?


Reichet Gold eurem Hexer

Als mutierter Monsterjäger und Hexer (Witcher) versucht Geralt von Riva seinen Platz in der Welt zu finden. Auf seinen "Abenteuern" trifft er auf einige Weggefährten, Gefahren und Überraschungen. Die Serienumsetzung basiert, wie auch schon die Witcher-Spiele, auf den Werken von Andrzej Sapkowskis. 

Auf seinem Weg trifft Geralt auch auf (zumindest vom Namen her) bekannte Gesichter, wie Ciri, Yennefer oder Rittersporn. In der Netflix Serie tauchen wir in eine weitere FANtasy-Welt ein, die sich zumindest auf den ersten Blick mit Game of Thrones und Westeros vergleichen lässt. Doch taugt sie auch als Ersatz nach dem Ende der Erfolgsserie?

Große Welt, viele Fragen

Wer sich mit der Buchvorlage oder den Spielen nicht auskennt, der wird klar im Nachteil sein. Viele Charaktere, Namen, Monster und Völker, die es zu erkunden gibt und die gleichzeitig als bekannt vorausgesetzt werden. Den Laien kann das schon mal überfordern - so wie uns teilweise.

Das kennt man aber bereits aus der Welt von Westeros und mit fortschreitenden Episoden, fällt das auch alles leichter. Die erste Episode bspw. fängt furios an und bietet ordentlich Action. Dabei wird nicht an Blut und Gewalt gespart. Auch Geralt, grandios dargestellt von Henry Cavill, teilt ordentlich aus. Die Choreographien sitzen dabei und machen Spaß.

In den einzelnen Episoden wird immer deutlicher, dass die Erzählweisen bzw. die Storylines nicht parallel laufen. Das verwirrt zusätzlich. Richtung Ende der Serie laufen die Stränge mehr und mehr zusammen, sodass ein großes Gesamtbild entsteht, das Sinn macht! Auf dem Weg dahin werden die Fragezeichen jedoch erstmal ganz schön groß.

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© Katalin Vermes/Netflix

Zeitversetzt is the new normal

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Die Episoden haben allesamt eine ordentliche Länge von ca. einer Stunde, auch wenn die Staffel nur 8 Folgen umfasst (also gerade genug für einen regnerischen Couchtag). Wenn man hinter die zeitversetzte Erzählweise und vielen Charaktere gestiegen ist, neigt sich die Serie auch dem Ende entgegen. Wie bereits angedeutet, kann das durchaus zu Frust bei dem ein oder anderen Zuschauer führen.

 

Henry Cavill passt wirklich gut in diese Rolle und sein Charakter entwickelt sich durchaus weiter, wie auch Yennefer. Die Zauberin muss dabei den schmerzhaftesten Weg von allen gehen. Aber das seht ihr lieber selbst!

Auch wenn nicht alle Effekte wirklich super aussehen, sondern eher etwas billiger, machen die Monster und Zaubereffekte einiges her. Die Kampfszenen sind wirklich gut umgesetzt und machen Laune auf mehr - vor allem wenn Geralt loslegt! Das hohe Budget der Produktion und die großen Fußstapfen in die die Serie treten soll sind hierbei absolut spürbar und das düstere Szenario fügt sich gut in das Gesamtbild ein - dabei gibt es auch das ein oder andere Ohrwurmlied!


Unser Fazit zur The Witcher Serie

Der Serienstart von The Witcher kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Die komplexe, düstere und vielschichtige Welt kann aber für den Anfang mehr überfordern, als mitreißen. Zwar sind die Hauptcharaktere stark umgesetzt, jedoch bleiben auch hier viele Fragezeichen stehen, die auch am Ende der 1. Staffel nicht geklärt werden. Die gut umgesetzten Actionszenen werden manchmal von etwas schlechteren Effekten runtergezogen. Dennoch muss sich die Welt von Geralt von Riva nicht verstecken und kann mit der nächsten Staffel sicherlich noch einen draufsetzen. Die Serie macht Lust auf mehr - braucht aber viel Zeit zum Wirken. The Witcher wird uns sicherlich noch einige Zeit begleiten!

+ Henry Cavill überzeugt

+ Generelles Setting

+ Potenzial für neues Fantasy-Serienepos

+ Guter Mix aus Action und Rätseln

- Teilweise verwirrend

- Story teilweise lückenhaft

- Effekte nicht immer überzeugend

-Zu viel in zu kurzer Zeit